5G lässt Wettersatelliten erblinden

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Satelliten im Orbit und 5G am Boden im Clinch: Haben wir bald durch Frequenzensalat keine Wettervorhersage mehr?
Satelliten im Orbit und 5G am Boden im Clinch: Haben wir bald durch Frequenzensalat keine Wettervorhersage mehr?

Die Nachricht lässt zunächst einmal aufhorchen: Nicht etwa abstruse Verschwörungstheoretiker, sondern Meteorologen weltweit, die US-amerikanische NOAA und die Weltorganisation der Meteorologen WMO schlagen Alarm, dass das neue Handyfunknetz 5G die Messungen der Wettersatelliten stören wird.
Es entstünde dabei ein Frequenzrauschen, das die Messungen verfälsche und so mehr Wasserdampf melde als tatsächlich vorhanden sei. Wetterprognosen würden dadurch deutlich fehleranfälliger oder sogar unmöglich gemacht.

Ein neues Handy muss nicht teuer sein! Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.

Mit 5G zurück in das 20. Jahrhundert?

Zyniker könnten jetzt diese Steilvorlage nutzen und bissig kommentieren, dass sich im Grunde ja nichts ändere und nur die Rechtfertigungssituation für die fehlerhaften Wettervorhersagen sich verbessere. Doch natürlich verhält es sich dann doch ein wenig anders.

Gedränge im Weltraum: Satelliten und Weltraummüll im Orbit der Erde. Und auf der Oberfläche wächst die Technosphäre. © ITU Pictures auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0.

Zwar scheinen die Bedenken der Meteorologenverbände nicht aus der Luft gegriffen zu sein und es kommt in der Tat zu Frequenzbeeinträchtigungen auf einem Planeten, der von einer Wolken aus Satelliten umschwirrt wird wie ein fauler Apfel von Fruchtfliegen und dessen Technosphäre auch die Oberfläche transformiert.

Allerdings sind die Aussagen gewiss auch politisch als Botschaft zu interpretieren und als ein Machtkampf zwischen divergierenden Interessen von Wissenschaft und Wirtschaft, wobei die Grenzen hier durchaus verschwimmen, da Meteorologen nicht ausschließlich kostenfrei für das Wohl der Allgemeinheit tätig sind - auch wenn sich die Meteorologen in diesem Konflikt die Rolle der "unterdrückten Wissenschaft" im Zeitalter der Klimakrise und Verschwörungsirren auf die Fahnen schreiben.

Zukunftsprognose: Die Lösung ist nah

Was müssen wir nun von der Wetterprognosezukunft erwarten?
Dass wir bald vollständig wie Steinzeitmenschen im Dunkeln tappen, Sofeten (was ist das?) in heller Panik vor Phantomkälte auch im Sommer bei 40 Grad mit Arktisjacken herumrennen und sofetische Klobürstenfrisurenfrauen nun immer einen Helm tragen aus Sorge um ihre "Frisur"?

Amerikanischer Wettersatellit NOAA-M.
Amerikanischer Wettersatellit NOAA-M.

Es liegt auf der Hand, dass die Lösung recht schnell erfolgen wird und der aktuell sich abzeichnende Konflikt nur ein Seilziehen der Interessen darstellt. Entweder wird eine Einigung bei den Frequenzen erfolgen, die den Meteorologen derzeit nicht weit genug geht, oder es werden andere Satelliten mit verbesserter Technik in den Orbit geschossen, die in der Lage sind, die 5G-Beeinträchtigungen herauszufiltern.

Und wenn doch alles schief geht?
Dann wird unser Alltagsleben wieder um einige Überraschungen erweitert, zumindest was das Wetter* angeht. Im Unterschied zu früheren normalen Klimazeiten wird es sich dabei allerdings im "Treibhausgashalbjahr" des höheren Sonnenstandes von März bis September um die Garantie von Hitzewellen, Hitzerekorden, Hitzetoten und Dürren handeln und insofern wird es für den einigermaßen weiter Blickenden dann doch keine Überraschungen geben.

Artikel
Spektrum.de: 5G wird weltweit die Wettervorhersage stören.
Welt.de: Warum das Mobilfunknetz die Wettervorhersage stören kann.




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