Außergewöhnlich: Kältetemperaturrekorde fallen!

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Ausgerechnet Kälterekorde auf einer treibhausgasbrennenden Erde? Auch dies ist eine Folge der Klimakatastrophe aufgrund der Jetstream-Anomalien, aber nur abseits des Treibhausgashalbjahres (April - September).
Ausgerechnet Kälterekorde auf einer treibhausgasbrennenden Erde? Auch dies ist eine Folge der Klimakatastrophe aufgrund der Jetstream-Anomalien, aber nur abseits des Treibhausgashalbjahres (April - September).

Der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann hat eine Liste von Wetterstationen* veröffentlicht, die für den Zeitpunkt des 14. Oktober um 14.00 Uhr einen Allzeit-Minusrekord verzeichnen: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/neue-rekorde-viele-orte-waren-noch-nie-so-kalt-vor-mitte-oktober/

Mit anderen Worten: Noch nie war es an den genannten Orten vor Mitte Oktober an einem Tag so kalt* wie an diesem 14.10.2015 um 14 Uhr!
Nach endlosen Jahren von Hitzerekorden ist dies gewiss eine Nachricht wert.

Es wurden, wie man in der Liste erkennt, teilweise jahrzehntealte Rekorde aus den 1970er und 1950er Jahren gebrochen, die man eigentlich frühestens in einigen tausend Jahren für erreichbar gehalten hat.
Ein Gegenbeweis gegen die Klimakatastrophe ist das natürlich nicht, sondern lediglich eine regional auf Europa oder Deutschland begrenzte Klimaanomalie, vermutlich begünstigt durch eine Kombination von El Niño und einem Niedrigstand von Sonnenflecken und deren Auswirkung auf den Atlantik, sowie einer kältegünstigen Großwetterlage. Und zudem ein Beweis, dass in Zeiten von Klimaänderungsperioden beide Extreme zunehmen, sich die Erde global aber dennoch weiter erwärmt.

Kein Fingerzeig für den Winter 2015/16!

Eine Vorausdeutung zum Winter erlaubt sich jetzt ebenfalls nicht: Weder bedeuten diese Kälterekorde, dass es ein Mildwinter wird (weil Kälte im Oktober nach diversen Pseudoregeln zu einem warmen Winter mit Westdrift führt), noch dass es einen Kaltwinter geben wird!

Überhaupt sind solche erstgenannten Regeln Kälteeinbruch Oktober = Mildwinter mit extremer Vorsicht zu genießen. Warum? Weil sie auf der Vermutung basieren, dass ein Ausgleichsverhalten stattfindet und wenn es schon Kälte im Oktober gibt, dann muss es anschließend im Winter zum Gegenteil, eben Wärme*, kommen.
Diese Annahme ist zu einfach, in der Zeit der Klimakatastrophe ohnehin und in einem El Nino-Jahr sowieso, da alle Regeln (selbst wenn sie zu einem gewissen Prozentsatz stimmen) hier außer Kraft gesetzt werden.

Im Flachland seit 2010/11 auch trotz guter Vorzeichen 2014/15 nicht mehr gesehen: Tief verschneite Landschaft.
Im Flachland seit 2010/11 auch trotz guter Vorzeichen 2014/15 nicht mehr gesehen: Tief verschneite Landschaft.

Für jede Regel gibt es auch eine Gegenregel: Und auch wenn der October Pattern Index (OPI) gescheitert ist im Jahre 2014 und danach eingestampft wurde: Wenn, dann wurde eine Verbindung" zwischen dem Oktober und dem darauffolgenden Januar nach dem Muster von Dr. Judah Cohen festgestellt und zwar in Bezug auf den Polarwirbel: Kommt es zu einer großen Schneemasse* in Eurasien, sprich Russland und hier vor allem im westlichen, uns nahe gelegenen Teil, dann verändern sich Luftströme und begünstigen ab Januar Warmings (was sind Warmings?) und Polarwirbelsplittings und damit einen Kaltwinter in Europa, da der Polarwirbel "ausbeult" (negative Arktische Oszillation!) und Kaltlufttröge südlich nach Europa ziehen können (siehe Bild unten).
Übrigens: Derzeit ist die Schneedecke in Eurasien kleiner als 2014, aber vor allem im westlichen Teil sehr groß! - das kann man also nun wiederum in zwei Richtungen interpretieren. Ich tendiere eher zur positiven Auslegung, das die westliche Schneedecke entscheidend ist. Karte der Schneedecke Stand 14.10.2014: http://www.ncdc.noaa.gov/snow-and-ice/snow-cover/nh/20141014 im Vergleich mit der aktuellen Stand 14.10.2015: http://www.ncdc.noaa.gov/snow-and-ice/snow-cover/nh/20151014 (am besten auf zwei getrennten Seiten einzeln öffnen und mittels Hin- und Herklicken vergleichen).

Wirkungsweise von Schneedecke in Eurasien und der Arktischen Oszillation.
Wirkungsweise von Schneedecke in Eurasien und der Arktischen Oszillation.

Aber man vergesse niemals, dass es sich immer nur um Wahrscheinlichkeiten handelt! Das beste Beispiel war 2014/15: Es gab tatsächlich diese Verbindung Oktober - Januar im Polarwirbelbereich. Allerdings: Die durch die Warmings erfolgten Splittings des Polarwirbels hatten die falsche Achse und begünstigten mit den Trögen allein die USA und sparten Europa aus. Somit waren trotz erhöhter Wahrscheinlichkeiten letztlich die sagen wir einmal 30% Warmwinterwerte für uns gültig statt der 70% Kaltwinterwahrscheinlichkeit.

Ob man aus klimatologischen Randfaktoren eine Prognose für den Winter erstellen kann, ist sehr strittig. Die Klimatologen glauben daran, die Meteorologen (auch Herr Kachelmann) weisen dies weit von sich (http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/wetterlagen-im-winter-und-warum-ihn-niemand-vorhersagen-kann/). Ich bin der Überzeugung, dass man die Wahrscheinlichkeiten durch klimatologische Faktoren sehr wohl prognostizieren kann, allein eine hundertprozentige Sicherheit vermag niemand vorherzusagen. Dafür ist das Wetter* und eine komplette Jahreszeit sowieso viel zu komplex und der Zeitraum viel zu weit entfernt und zu groß.





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