Über die Beständigkeit von Herbstblasen

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Durchgängigen Herbst wie in den 1970er Jahren gibt es in der Klimakatastrophe nicht mehr. Umso mehr gilt es, in die Herbstblasen einzutauchen, wenn sie erscheinen!
Durchgängigen Herbst wie in den 1970er Jahren gibt es in der Klimakatastrophe nicht mehr. Umso mehr gilt es, in die Herbstblasen einzutauchen, wenn sie erscheinen!

Nach einer Herbstblase mit (vor allem in der Dürrezone des Südwestens eintreffendem) Regen befinden wir uns aktuell in den bekannten Alptraumkausalitäten der Klimakastastrophe aus Arktisschmelze, Jetstreamverlangsamung und Rossbywellen: Die klimakatastrophische Midgardschlange kommt!

Herbstvergleich 1977 zu heute

"Welche Klimakatastrophe", fragt sich der verdummte Hitzeperverse Sofet. Früher gab es auch schon "Altweibersommer". Ja und auch damals schickte man die Altweiber besser zum Teufel in die Hitzehölle zurück: Zum Teufel mit dem Altweibersommer!.

War das tatsächlich so? Natürlich nicht!
Schaut man sich die Temperaturmittel der 1970er Jahre an, so liegt der wärmste Oktober bei lächerlichen 10,1 Grad Celsius im Mittel, während das Normalmaß 9,0 Grad Celsius für den Oktober nach 1961-1990 beträgt. Alle anderen Oktober der 1970er Jahre lagen niedriger und waren größtenteils im oder unter dem Mittel.
Und die Einzeltage? Da kratzt im Oktober 1977 die maximale Temperatur gerade 2 mal die 20 Grad. Keine Spur von abstrusen 25 Grad wie in den kommenden Tagen. Und natürlich gab es mehr Tage mit geringeren Temperaturen, es gab mehr heilsames, wolkiges und feuchtes Atlantikwetter weil die Westdrift noch nicht durch einen treibhausgasgestörten Jetstream in Trümmern lag. Für Details klicke man sich einmal durch den Oktober 1977 bei Kachelmannwetter: Oktober 1977 Bodentemperaturen.

Also: Nein, es gab in dieser Form die Hitze und Dürre eben NICHT im Herbst*. Und auch einzelne von Sofeten hochonanierte erinnerte hitze- und sonnenverpestete Einzeltage in den 70er Jahren führen eben nicht zu einer Deckungsgleichheit mit heutigen Alptraumlandschaften.

Wie beständig können Herbstblasen sein?

Wenn wir also heutzutage normalen Herbst* wie in den 1970ern bekommen, so ist das heute keine Normalität, sondern ein Wunder in einer Art seltener Herbstblase. Wie eine Zeitmaschine erfahren wir für kurze Zeit, wie sich echter, normaler Herbst* früher anfühlte, der einst Dauerzustand war in Klimaparadiesen, die wir damals ungeachtet als Normalität beiläufig registrierten.
Heute sind es Wunder, die wir auf Knien anbeten und sogleich ausnutzen so wie ich im perfekten Urlaub was Timing und Odenwaldlokalität anging:

So und nur so geht Herbst: Shakespearsches Wolkendrama, Schauer, Kühle, angenehme Lichtverhältnisse.
So und nur so geht Herbst*: Shakespearsches Wolkendrama, Schauer, Kühle, angenehme Lichtverhältnisse.

Dass diese kostbaren Herbstblasen regelmäßig und ohne jede Ausnahme platzen, ist mittlerweile Realität. Aktuell befinden wir uns in einer Süd- und Südwestanströmung durch eine extreme Rossbywelle des durch Treibhausgase verlangsamten Jetstreams, die vermutlich zumindest in Ofenhessen der Statistik 2019 einen weiteren Sommertag hinzufügt. Im Oktober! Auch wenn es beileibe keine Premiere ist, schüttelt man immer noch verzweifelt den Kopf.

Doch nach diesem aktuellen feuchten Sofetentraum aus aufdringlicher Wärme*, Sonnengrelle und Lärm des Pöbels kommt die Normalität zurück, wenngleich diese mittlerweile nach dem Mittel 1981-2010 bemessen wird und bereits massive Wärmeeffekte der Klimakatastrophe aus 1994-2010 als "Normalität" voraussetzt.
Selbst diese Rückkehr von "Normalwetter" sieht auf den Wetterkarten nicht normal aus, sondern als abtropfendes Tief in einem nach wie vor grotesk verzerrten Jetstream. So viel zu "Das gabs früher auch". Ja, wenn man nur aus dem Fenster glotzt und die dahinterliegenden Kausalitäten ohne ein Gehirn nicht erkennt!

Wenn die Herbstblase kommt: Nichts wie raus in ein Naherholungsgebiet oder in den Kurzurlaub und ausnutzen! Hier: Neckarregion bei Zwingenberg.
Wenn die Herbstblase kommt: Nichts wie raus in ein Naherholungsgebiet oder in den Kurzurlaub und ausnutzen! Hier: Neckarregion bei Zwingenberg in meinem soeben abgeschlossenen Urlaub.

Mit der Beständigkeit von Herbstblasen ist es also nicht allzuweit bestellt. In der Instabilität eines durchdrehenden Jetstreams kann sich jederzeit wieder eine Alptraumlage bilden - und diese Möglichkeit ist mittlerweile ganzjährig vorhanden, wobei der Januar als kältester Monat die wenigsten Südlagen verzeichnet. Erinnern wir uns: Es gab schon 20 Grad im November, es gab 15 Grad zu Weihnachten und Sonnenverseuchung ohne Grenzen im Winter 2016/17 oder zuletzt im Februar 2019.

Wie lange die Herbstblase nach dem 17.10.2019 bleiben wird, ist also ungewiss. Wenn sie kommt, dann gilt: Ausnutzen als seltene Heiligkeit!

Bis Ende Oktober: Nach dem Altweiberterror normaler Herbst?

Die Wetterlage* zeigt instabile Parameter, sodass lediglich die aktuelle Hitzeseuche der Altweiber sicher ist und eine Rückkehr der Normalität ab ca. dem 16.10.2019. Deren Dauer ist ungewiss und hängt vom Verlauf des abtropfenden Tiefs und des schwankenden Verlaufs des Jetstreams und der Bildung der Rossbywellen ab, die über die Lage von Hoch- und Tiefdruckgebieten bestimmen. Liegt Deutschland wie so oft zwischen den Tiefs im Hoch in der Worst Case-Amplitude der Rossbywellen, dann wird es Hitzephasen geben. Andernfalls kann es zu normalen Herbstwetterlagen oder mit viel Glück sogar zu vorwinterlichen Episoden in den Bergen kommen.

Der Blick auf die Richttemperaturen auf 850 hPa (ca. 1.500 Metern Höhe abseits des Bodenchaos) zeigt mit den züngelnden Flammen die Temperaturkatastrophe aus der aktuellen brutalen Südwestlage. Der Abschwung durch einen Tiefdruckausläufer bzw. ein möglicherweise abtropfendes Tief ist ebenso zu erkennen. Man beachte, dass das "Normale" (rote Linie in der Mitte) hier bereits das Mittel 1981-2010 ist, welches massiven Erwärmungsterrorismus aus der Klimakatastrophe beinhaltet. Die roten Balken veranschaulichen, dass spätestens nach dem 22.10. die Bandbreite der Wahrscheinlichkeiten inflationär ansteigt und somit keine sicheren Aussagen über das Wetter* zulässt vom heutigen Stand.

Sorgen machen jedoch die Niederschlagssignale, die erfahrungsgemäß bei so spärlichen Ausschlägen eine neue Dürre einläuten, was eine Katastrophe für Natur und für (normalempfindende) Menschen wäre.

Richttemperaturen auf 850 hPa für Frankfurt am Main, Stand 12.10.2019 12z mit zunächst abnormer Wärme (Flammen) und dann dem Absturz in die einstige Normalität. Im Oktober ist die Bandbreite (rote Linien) extrem hoch, somit völlig unklar was dann für Wetter folgen wird. In Blau eingezeichnet: Die "Vollherbstlinie", ab der Herbsttemperaturen deutlich unter 20 Grad zu erwarten sind (gilt nur für den Süden Deutschlands ohne Südbayern). © Wetterzentrale.de.
Richttemperaturen auf 850 hPa für Frankfurt am Main, Stand 12.10.2019 12z mit zunächst abnormer Wärme* (Flammen) und dann dem Absturz in die einstige Normalität. Im Oktober ist die Bandbreite (rote Linien) extrem hoch, somit völlig unklar was dann für Wetter* folgen wird. In Blau eingezeichnet: Die "Vollherbstlinie", ab der Herbsttemperaturen deutlich unter 20 Grad zu erwarten sind (gilt nur für den Süden Deutschlands ohne Südbayern). © Wetterzentrale.de.

Alle anderen Städte können hier bei den Richttemperaturen auf 850 hPa selbst in Augenschein genommen werden:

Wetterzentrale.de: 850 hPa-Temperaturen (oben links Stadt oder PLZ eingeben).
Kachelmannwetter.de: Multimodell 1.500m-Temperatur (die "XL-Prognose" ist bei Kachelmann die Multimodellprognose. Anderer Ort: Links oben eingeben).

Wer nicht die stabilen Richttemperaturen auf 850 hPa betrachten will, sondern gleich die aktuell sommerpervertierten Nichtherbst-Bodentemperaturen direkt bei sich vor Ort, der greife hier unten bei der Mischkalkulation zu. Aber lasst bloß die Finger von allseits bekannten sofetischen Boulevardwetterportalen, die mit Näherungswerten und ohne jede Stationen Fantasietemperaturen generieren, die niemandem auffallen, "weils ja schon irgendwie halbwegs passt". Nur Kachelmannwetter hat seriöse Werte durch das DWD-Netz plus einem eigenen, das stetig wächst mit physikalisch echten, anfassbaren Wetterstationen und das sogar in der ganzen Welt!

Kachelmannwetter.de: Mischkalkulation (bei der 14-Tage-Prognose etwas weiter unten werden die wichtigsten Modelle als Basis genommen und die wahrscheinlichsten Werte extrapoliert. Auch hier einfach oben links Stadt eingeben).

Grundsätzlich erwartet uns in Ofenhessen ein Temperaturspektrum im Maximum von abstrusen 25 Grad, in anderen Regionen darunter bis 20 Grad. Nach der Normalisierung nähern wir uns mit 13-18 Grad in Ofenhessen wieder dem Herbst*, zumal Wolken und gelegentlich Regen die Sonnenpest verdecken und so die Temperaturen im Nichtschatten nicht weiter in die Höhe treiben. Immer dran denken: "Offizielle" Temperaturen sind im Schatten gemessene - in Strahl der Fusionsbombe wird es also im Nichtschatten aktuell ca. 4 Grad wärmer und letztlich unerträglich.

Nur mit richtig gutem, ewig haltendem Schuhwerk gelingt das Ausnutzen von Herbstblasen ohne Fußblasen! Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.

Rossbywellen und Tiefdruckerlösung - Herbst in Zeiten der Klimakatastrophe

Betrachten wir die aktuelle Wetterlage*, so erkennen wir wie mittlerweile gewohnt die aus dem gestörten Jetstream bzw. den ihn begrenzenden Polarwirbel resultierenden extremen Wettermuster. Die Südwestlage, die anormale Wärme* nach Deutschland führt, bleibt aber dieses Mal gottlob nicht lange bestehen.

Aktuelle Wetterlage 12.10.2019: Eine extreme Rossbywelle führt abnorm warme Luftmassen von Südwest nach Deutschland. © <a target="_blank" href="https://www.wetterzentrale.de/de/default.php" rel="noopener noreferrer">Wetterzentrale.de</a>.
Aktuelle Wetterlage* 12.10.2019: Eine extreme Rossbywelle führt abnorm warme Luftmassen von Südwest nach Deutschland. © Wetterzentrale.de.

 

Die Jetstreamdarstellung für den gleichen Tag zeigt die Übereinstimmung und Kausalitäten: Südwestluftmassen werden nach Deutschland geführt und beenden den Herbst kurzzeitig. © <a target="_blank" href="http://www.meteociel.fr/modeles/gfse_cartes.php?mode=5&ech=6&carte=1" rel="noopener noreferrer">Meteociel.fr</a>.
Die Jetstreamdarstellung für den gleichen Tag zeigt die Übereinstimmung und Kausalitäten: Südwestluftmassen werden nach Deutschland geführt und beenden den Herbst kurzzeitig. © Meteociel.fr.

Anschließend sehen wir, wie sich nach ECMWF erst ein Tiefdruckkeil auf Deutschland ausdehnt (18.10.2019) und dann ein abtropfendes Tief sich entwickelt (21.10.2019), das je nach Lage mehr oder weniger Herbstnormalität bringen würde.

Prognose ECMWF für den 18.10.2019: Die atlantische Frontalzone löst die Südwestlage auf und dehnt sich auf Deutschland aus, womit Normalität zurückkehrt. © <a target="_blank" href="https://www.wetterzentrale.de/de/default.php" rel="noopener noreferrer">Wetterzentrale.de</a>.
Prognose ECMWF für den 18.10.2019: Die atlantische Frontalzone löst die Südwestlage auf und dehnt sich auf Deutschland aus, womit Normalität zurückkehrt. © Wetterzentrale.de.
Prognose ECMWF für den 21.10.2019: Ein abtropfendes Tief führt zu Niederschlag und Herbstwetter, bleibt aber durch die ungewisse Zugbahn nur eine theoretische Möglichkeit. Verschiebt sich die Bahn nach Westen würde das gleiche Tief erneut quälende Wärme aus Süden nach Deutschland führen. © Wetterzentrale.de.
Prognose ECMWF für den 21.10.2019: Ein abtropfendes Tief führt zu Niederschlag und Herbstwetter, bleibt aber durch die ungewisse Zugbahn nur eine theoretische Möglichkeit. Verschiebt sich die Bahn nach Westen würde das gleiche Tief erneut quälende Wärme* aus Süden nach Deutschland führen. © Wetterzentrale.de.

Durch die Ungewissheit des Verlaufs des Tiefs bleibt die Lage instabil und leider ist auch Wärme* jederzeit möglich, es ist letztlich eine Art Wetterroulette. Sieht man es positiv, dann könnte es auch ganz übel sein und wir in einer 100% Hitzeperversionsgarantie durch eine Omegalage stecken und da gute Chancen auf Herbstwetter bleiben, ist die Lage also nicht ohne berechtigte Hoffnung.

Eben diese erwähnte Gefahr einer Omegalage durch den gestörten Jetstream blitzt nach dem 22.10.2019 bei GFS ab und zu auf, was schlimmstes Alptraumwetter bedeuten würde mit Dürre und Wärme und Antiherbst. Allerdings sind herrliche Tröge mit Ausgreifen von Tiefdruck auf Deutschland mit perfektem Herbstwetter ebenso im Programm der fernen Glaskugel. Mit anderen Worten: Man kann über die Wettersituation nach dem 22.10.2019 im Grunde überhaupt nichts sagen, was aber für die Kenner der Materie schon lange eine Binsenweisheit ist.

Die Herbstblasen kommen und gehen und immerhin: Sie sind existent! Es gilt daher stets, das gute Wolkenwetter mit Regen und relativer Kühle auszunutzen unter voller Bewusstwerdung der seltenen Heiligkeiten. Also taucht in die Herbstblasen, wann und wo immer sie auftauchen und genießt das Leben abseits des Treibhausgashalbjahres! Tankt die Seele mit Wasserwundern auf und mit kühlen heiligen Orten (wie ich hier unten in der Wolfsschlucht im Odenwald). Der nächste Kampf an der Hitzefront wird 2020 mit absoluter Sicherheit kommen ...




Haben Sie Informationen, Erkenntnisse oder Gefühle beim Lesen mitgenommen? Dann würde ich mich nach dem Nehmen über ein Geben sehr freuen. Danke!

In stabilen Markengummistiefeln lässt es sich sogar gut wandern - bei Regenwundern! Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.