Dorian - die nächste Hurrikan-Katastrophe

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Der tropische Sturm "Dorian" hat sich entgegen der konservativen Vorhersagen zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 (Kat 5) entwickelt und nähert sich auf dem tropischen Atlantik der US-Ostküste. Er "rast" nicht wie einige Deppenmedien es immer noch schreiben, sondern bewegt sich mit etwa 13 km/h.

Verlaufsbahn hat sich verändert und führt vielleicht zum Worst Case

Zunächst sind Meteorologen durchaus von einem Landgang bei Florida ausgegangen, doch andere der möglichen Verläufe werden Realität: Der Hurrikan bewegt sich entlang der Küste entlang ohne erkennbaren Landgang.

Die Folge: Der Hurrikan verliert nicht an Stärke durch einen Landgang, sondern wird zumindest teilweise weiter von den warmen Gewässern gespeist.

Die Gefahr eines Hurrikans liegt nicht in den Spitzenwindgeschwindigkeiten, die inzwischen alptraumhafte 320 km/h erreicht haben, sondern in den Regenfluten, die er auch durch seine langsame Fortbewegung niederregnen lässt.

So wird für die Bahamas eine unfassbare Regenflut von 1400 Litern pro Quadratmeter erwartet. Zum Vergleich: Die Jahresniederschlagsmenge von Berlin liegt bei 574 Litern/qm.

Wie sich das Ganze an der Ostküste der USA entwickelt, ist noch unklar. Derzeitige Trajektorien zeigen die meisten Regenfluten auf dem Atlantik und an der Küste verglichen damit reduzierte Mengen von immer noch 100 Litern/qm. Sollte der Hurrikan näher an die Küste rücken, wäre das der Katastrophenfall bei der langsamen Zugbahn parallel zur Küste.

Hurrikan Dorian markiert einen Rekord

Dorian ist der fünfte Kat5-Hurrikan seit 2016 und das ist einmalig in der Aufzeichnungsgeschichte.
Er markiert einen Beleg für die stärker werdenden Hurrikane und Taifune, da die Ozeantemperaturen als "Motor" der tropischen Stürme immer weiter ansteigen. Da die Treibhausgase immer weiter ansteigen, ist es nur logisch, wenn man eine weitere Steigerung von Hurrikanen erwartet.
Dass es irgendwann Hurrikane einer neuen Kategorie 6 auf diesem Planeten geben wird, ist momentan nur eine Vermutung, doch die Entwicklung ist völlig offensichtlich: The world has never seen a Category 6 hurricane, but the day may be coming (Phys.org).

Aktuell haben wir nicht einmal eine starke Hurrikane-Saison, da kein La Nina-Status vorliegt, wie man hier bei den Anomalien in Zone 3.4 auf dem Zentralpazifik sieht:

ENSO-Temperaturanomalie auf dem Zentralpazifik. Aktuell: Neutraler Zustand. © NOAA.
ENSO-Temperaturanomalie auf dem Zentralpazifik. Aktuell: Neutraler Zustand. © NOAA.

Man kann davon ausgehen, dass bei La Nina (zu kühlen Wassertemperaturen) die Hurrikanestärken sich saisonal noch verstärken werden. Wann dies aber der Fall sein wird, kann man nur schwer vorhersagen, da die Prognosen maximal 3 Monate in die Zukunft grob verlässlich sind. Entgegen mancher verwirrenden Statistik (vor allem von Klimaskeptikern) sind die wissenschaftlichen Daten ganz klar: Die starken Stürme verstärken sich, bei schwachen Stürmen ist keine Veränderung festzustellen. Siehe dazu: Werden Tropenstürme schlimmer? (Klimalounge).

In einer sich aufheizenden Welt müssen wir völlig logisch von einer Zunahme der starken Hurrikane ausgehen und hoffen, dass sich der Fall von klimatischen Kipppunkten hinauszögert. Bis dahin wäre es weise, sich mit aller Kraft auf die neue Situation einzustellen und nicht wie aktuell politisch hilflos zu verharren wie das Kaninchen Mensch vor der Hurrikanschlange.

(Nachtrag 01.09.2019, 18:37 Uhr)
Hier sieht man die zerstörerische Kraft von Hurrikan Dorian, auf Abaco Island/Bahamas:




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