Ergebnis der 2K-Regel 2016: Mildwintergarantie für den Winter 2016/17!

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September und Winter und die 2K-Regel, © kaltwetter.de.
September und Winter und die 2K-Regel, © kaltwetter.de.

Der September 2016, der als Hitzealptraum daherkam (Klimabilanz) und zu den drei schlimmsten Septembern aller Zeiten zählt, hat die "2K-Regel" überdeutlich entschieden. Nach dieser Regel würde der kommende Winter 2016/17 mit 100% Garantie ein Mildwinter!

Was war noch gleich die 2K-Regel?

Zur Erinnerung, was genau die 2K-Regel bedeutet: Diese sehr umstrittene Regel des (Hobby-)Meteorologen Ivo Brück ("Meteorologische Langfristprognosen- Sommer und Winter selber vorhersagen") besagt, dass im kommenden Winter ein zu kalter Winter (unter dem Temperaturmittel 1961-1990) ausgeschlossen werden kann, wenn die Mitteltemperaturanomalie des Septembers 2 Grad Kelvin erreicht oder überschreitet.

Der 2K-Drache schlägt sich 2016 auf die Seite der Sofeten und will den 3. Mildwinter in Folge erzwingen. Aber kann er das mit Muskeln aus zweifelhaften Statistiken? © swantexadixkrisna auf deviantart, Lizenz: CC BY-ND 3.0.
Der 2K-Drache schlägt sich 2016 auf die Seite der Sofeten und will den 3. Mildwinter in Folge erzwingen. Aber kann er das mit Muskeln aus zweifelhaften Statistiken? © swantexadixkrisna auf deviantart, Lizenz: CC BY-ND 3.0.

Um Deutungsmissverständnisse zu vermeiden, hier auch nochmals deutlich der Hinweis: Wäre der September unter 2 Grad Kelvin gelandet, so bedeutet dies NICHT, dass ein Kaltwinter vorprogrammiert wäre, sondern nur, dass er rein potentiell nach wie vor möglich ist. Mit der 2K-Regel kann also nur ein Kaltwinter ausgeschlossen, aber nicht vorhergesagt werden.

Winter 2016/17 also ein vorprogrammierter Reinfall?

Nach der 2K-Regel wäre das in der Tat der Fall.
Nicht, dass in einer Klimakatastrophe natürlich sowieso ein Mildwinter entweder die Garantie für die Zukunft sein könnte (für das Flachland gesprochen) oder wenn man optimistisch sein möchte, dann steigen die Wahrscheinlichkeiten auf Mildwinter von früher 75% auf nunmehr 90%.

Aber die 2K-Regel ist eine rein statistische Regel, da Ivo Brück aus den klimatischen Strukturen der Vergangenheit statistische Auffälligkeiten herausgesucht hat. Das kann man für eine moderne Entsprechung von Wahrsagerei halten oder auch für einen Kern Wahrheit.
Die Kritik an Ivo Brücks Regel ist groß und zwar zu recht. Denn allein die Datengrundlage ist so dünn, dass es sich um eine reine Zufälligkeit handeln könnte. Warme September über 2 Grad Kelvin (was in diesem Fall identisch mit 2 Grad Celsius ist) Mitteltemperaturanomalie gab es nämlich extrem selten. Und wenn schon die ominöse Oktoberregel "Warmer Oktober, dann kalter Winter" als seriös diskutiert wird, wo es mittlerweile kaum noch Kausalitäten dieser übersimplifizierten Art gibt, dann erscheint die 2K-Regel doch reichlich unseriös.

Doch wir wollen einen offenen Geist bewahren und solange die Regel nicht widerlegt ist, muss man sie nun einmal gelten lassen! Ich führe daher diese Regel jedes Jahr an, bis sie vielleicht irgendwann widerlegt wird. Und sei es erst in 100.000 nachdem die Menschheit sich selbst an den Klimagalgen gehängt, die Treibhausgase sich abgebaut und die klimatischen Bedingngungen sich wieder normalisiert haben 😉

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Grundlagenartikel "2K-Regel" (2014)
Ergebnis der 2K-Regel 2015
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