Ermordet Hurrikan Dorian unser vorherbstliches Traumwetter?

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Ermordet Hurrikan Dorian um den 10.09.2019 unser vorherbstliches Traumwetter?
Ermordet Hurrikan Dorian um den 10.09.2019 unser vorherbstliches Traumwetter?

Endlich, endlich, endlich kommt nach der gefühlt 100. Hitzewelle im Treibhausgashalbjahr die Erlösung und eine Art von Wetternormalität. Von "Herbst*" wie die sofetischen Propagandamedien faseln, wollen wir noch gar nicht sprechen oder haben wir draußen bunte Blätter (außer durch Dürren), 10 Grad und endlich wieder Regen?

Aber wir wollen uns nicht beschweren, denn selbst klimatische Normalität wie die nächsten 7-14 Tage ist heutzutage sehr selten, vor allem im September, der bis zum 21./22.09. nach astronomischer Definition noch zum Sommer gehört.

Allerdings schleicht sich ein heimtückischer Attentäter möglicherweise heran und es ist wie in den meisten Mordfällen sogar ein Bekannter: Hurrikan Dorian, der momentan die USA verwüstet und dabei eine Vorliebe für Regenfolter entwickelt: Dorian - die nächste Hurrikan-Katastrophe.

Doch bevor wir uns der Spurensuche nach dem potentiellen (nicht sicheren!) Mörder des Vorherbstes machen, betrachten wir lieber die Wettererlösung, die ab heute unsere Seele erfreut und unseren Körper erfrischt und das Herz jubeln lässt!

Eine Ahnung von Vorherbst

Die Hitzewelle, die uns zähe und ewig lange quälende Hitze durch das übliche, falsch gelegene Tiefdruckgebiet westlich von uns bescherte, hat sich müde gepeitscht und offenbar genug Opfer gefunden. Wer unbedingt sich die erlittenen Schmerzen noch einmal vergegenwärtigen möchte und was ihre Ursachen waren, der schaue sich die letzte Wetterprognose* an: Sommerqualenschmiede: Die nächste Hitzewelle kommt.

Ersetzt wird sie durch zärtliche Annäherungsversuche der atlantischen Frontalzone (die kühlen Luftmassen in grünem Tiefdruck farbcodiert), die uns mal mehr, mal weniger Abkühlung verschaffen:

Wetterkartenanimation mit Annäherung der atlantischen Frontalzone, die in Wellen erlösende Kühle mit sich führt. © Wetterzentrale.de.
Wetterkartenanimation mit Annäherung der atlantischen Frontalzone, die in Wellen erlösende Kühle mit sich führt. © Wetterzentrale.de.

Wie sieht das Ganze in den Richttemperaturen auf 1.500 Metern = 850 hPa Druck aus, die stabiler sind als die Bodentemperaturen und somit die Wetterlage* gut abbilden?
Nehmen wir Frankfurt am Main als exemplarisches Beispiel, so sehen wir sogar zeitweise Temperaturen unter dem roten Mittel 1981-2010 (allerdings sind hier im Gegensatz zu 1961-1990 schon enorme Wärmeeffekt der Klimakatastrophe als normal vorausgesetzt).

Richttemperaturen auf 850 hPa für Frankfurt am Main, Stand 02.09.2019 mit normalen Temperaturverläufen ohne Hitze. © <a href="https://www.wetterzentrale.de/de/default.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wetterzentrale.de</a>.
Richttemperaturen auf 850 hPa für Frankfurt am Main, Stand 02.09.2019 mit normalen Temperaturverläufen ohne Hitze. © Wetterzentrale.de.

Alle anderen Städte können hier bei den Richttemperaturen auf 850 hPa selbst in Augenschein genommen werden (wer den Hitze-Anblick erträgt):

Wetterzentrale.de: 850 hPa-Temperaturen (oben links Stadt oder PLZ eingeben).
Kachelmannwetter.de: Multimodell 1.500m-Temperatur (die "XL-Prognose" ist bei Kachelmann die Multimodellprognose. Anderer Ort: Links oben eingeben).

Was bedeutet das für die Temperaturen?
In Ofenhessen pendeln die Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad, kommenden Mittwoch gibt es durch die Spitze aufgrund des wellenartigen Verlaufs leider nochmal über 30 Grad.
Im Norden wird es sogar unter 20 Grad gehen, was aber für dortige Verhältnisse völlig normal ist - Lübeck beispielsweise hatte lächerliche 31 Sommertage (>25 Grad) und 11 Hitzetage (>30 Grad) während Frankfurt am Main 70 Sommertage und 29 Hitzetage aufwies. Wer nicht in Ofenhessen gelebt hat, versteht nicht, welche Lebenswirklichkeit hier herrscht. Jedes Jahr erlebt der Ofenhesse das Leidpotential von 2-3 Sommern anderswo.

Wer nicht die stabilen Richttemperaturen auf 850 hPa betrachten will, sondern gleich die höllischen Bodentemperaturen direkt bei sich vor Ort, der greife hier zu. Aber lasst bloß die Finger von allseits bekannten sofetischen Boulevardwetterportalen, die mit Näherungswerten und ohne jede Stationen Fantasietemperaturen generieren, die niemandem auffallen, "weils ja schon irgendwie halbwegs passt". Nur Kachelmannwetter hat seriöse Werte durch das DWD-Netz plus einem eigenen, das stetig wächst mit physikalisch echten, anfassbaren Wetterstationen und das sogar in der ganzen Welt!

Kachelmannwetter.de: Mischkalkulation (bei der 14-Tage-Prognose etwas weiter unten werden die wichtigsten Modelle als Basis genommen und die wahrscheinlichsten Werte extrapoliert. Auch hier einfach oben links Stadt eingeben).

Was hat Hurrikan Dorian mit dem Wetter in Europa zu tun?

Es ist natürlich völliger Blödsinn, was so manche Medien aktuell schreiben. Da ist vom Hurrikan Dorian die Rede, der Richtung Europa zieht.
Dennoch steckt in dieser Lüge ein (vermutlich unbeabsichtigtes) Körnchen Wahrheit: Denn nachdem unser "Killer" Dorian die Bahamas und möglicherweise die Ostküste der USA behelligt hat, stiehlt er sich wie ein Chicagoer Mafiagangster davon.

Allerdings nimmt er keine geheimen Wege, sondern stolziert völlig offensichtlich auf dem Atlantik davon und nimmt dabei tatsächlich Kurs auf Europa!
Jedoch haben ihn seine Taten geschwächt und er ist längst kein Hurrikan mehr, sondern wird "nur" noch ein Sturmsystem sein, das uns dann erreichen wird.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Ex-Hurrikan mit seinen Kräften das Wetter* in Europa ändert. Und leider geschieht dies oft zum Negativen. Der Mörder kann eben nicht aus seiner Haut!
Der Sturm wird uns möglicherweise das kühle Wetter* kosten, kaum dass es eingetroffen ist. Denn um Tiefdrucksysteme rotiert die Luft gegen den Uhrzeigersinn. Auf der Vorderseite des Tiefdrucksystems wird also Luft vom Süden halbkreisförmig nach Norden gepumpt.

Liegt die Zugbahn des Ex-Hurrikans ungünstig und trifft der Sturm die britischen Inseln oder die Region nördlich davon, dann würde in Europa am Rand des Tiefs Südluft herangeführt und wir würden wieder einmal in der nächsten Hitzewelle stecken.
Und das hat es ja bereits einmal gegeben: 2017 führte Ex-Hurrikan "Gert" zu einer Hochdruckseuche par excellence und dieser Attentäter hatte sein Ziel erreicht. Schon wieder Hitze, endlose Hitze, die sowieso viel zu lange und viel zu extrem durch die Klimakatastrophe uns quält und Natur, Tiere und Menschen leiden lässt.

23.08.2017: Ex-Hurrikan Gert nähert sich als Tiefdruckgebiet den britischen Inseln und führt südwestliche Warmluftmassen nach Europa, das sich in einem Hochdruckkeil wiederfand. © <a target="_blank" href="https://www.wetterzentrale.de" rel="noopener noreferrer">Wetterzentrale.de</a>.
23.08.2017: Ex-Hurrikan Gert nähert sich als Tiefdruckgebiet den britischen Inseln und führt südwestliche Warmluftmassen nach Europa, das sich in einem Hochdruckkeil wiederfand. © Wetterzentrale.de.

Auch Dorian wird also zurück auf dem Atlantik zu uns kommen, mit dem Sturmdolch in der Hand und der Hitze im Gepäck? Um den 10.09.2019 herum ist das anzunehmen:

Allerdings gibt es auch Hoffnung, denn nicht jeder Attentäter erreicht sein Ziel!
Die Unvorhersehbarkeit des Chaos-Schmetterlings könnte den Attentäter ablenken und die Zugbahn des Sturmtiefs "Ex-Dorian" nach Norden verschieben, sodass Deutschland keine südlichen Hitzluftmassen befürchten muss, sondern eher atlantische Westdrift und somit Regen und Kühle abbekäme.

Wie immer beim Wetter* lassen sich Stand heute keine Wahrscheinlichkeitsprognosen abgeben, ob Attentäter "Ex-Dorian" Erfolg haben wird oder nicht. Wir sind gezwungen, wachsam zu bleiben - das ist immer eine gute Regel bei Attentätern! - und die Wetterkarten und ENS im Auge zu behalten. Mehr als 5 Tage im voraus ist nichts weiter als Kaffeesatzleserei. Bekanntlich hat diese noch nie geholfen außer das Opfer in eine esoterische und somit trügerische Sicherheit zu wiegen.
Hoffen kann man jedoch das Beste. Und wenn es doch so kommen sollte, dass der Vorherbst das Opfer wird und wir erneut in elender Hitze leiden, dann haben wir es zumindest mit dem Weitblick des Neugierigen vorher erkannt und kommen sehen und waren in der Lage uns angemessen auf die Trauerfeier für das Kaltwetter vorzubereiten.





Haben Sie Informationen, Erkenntnisse oder Gefühle beim Lesen mitgenommen? Dann würde ich mich nach dem Nehmen über ein Geben sehr freuen. Danke!