Handregel: Alle Profispieler müssen beidseitiger Armamputation zustimmen

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Einfache, aber geniale Lösung für die ewigen Streitigkeiten über die Handregel: Beidseitige Armamputation!
Einfache, aber geniale Lösung für die ewigen Streitigkeiten über die Handregel: Beidseitige Armamputation!

Die Diskussionen im deutschen Profifußball über die seit Jahren umstrittene Handregel reißen nicht ab. Fußballer kritisieren nicht zu Unrecht, dass ein "Handspiel" nach heutiger Regelauslegung nicht verhindert werden kann, da die Reaktionszeit oftmals unterhalb der Geschwindigkeit des Balles liegt, wenn ein Stürmer einen Schuß abgibt. Die Folge: Minutenlange Spielunterbrechung, Prüfung durch den Videoschiedsrichter und in den meisten Fällen dann der Elfmeter als Strafe, dass der Spieler keine Reaktionszeiten einer Stubenfliege aufweisen kann.

Die Diskussion um diese unsägliche Regelsituation ist nun jedoch eskaliert, da der Verband der Profifußballer mit einem Spielboykott aller drei Profiligen im deutschen Fußball* drohte. Der DFB setzte sich daraufhin mit den Vertretern der Spieler und zahlreicher Bundesligaklubs zusammen. Mitunter standen die Verhandlungen zu einer Lösung des Problems kurz vor dem Abbruch. Nun jedoch ist ein vernünftiger Kompromiss gefunden worden, der alle Seiten zufriedenstellt und sicherstellt, dass sowohl die Regelbefolgung wie auch die berechtigten Argumente der Spieler Berücksichtigung finden: Alle Fußballspieler der deutschen Bundesliga, der 2. und 3. Liga müssen sich beidseits die Arme in einem Krankenhaus ihrer Wahl fachkundig amputieren lassen.

Ein Vertreter des DFB betonte den salomonischen Charakter des Kompromisses: "Nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass Handspiele in Zukunft überhaupt nicht mehr stattfinden werden und die Regelauslegung wie bisher beibehalten werden kann, statt sie grundlos aufzuweichen."

Lösung für den gordischen Knoten Handspiel im Strafraum: Kein Schwert, sondern die Amputation!
Lösung für den gordischen Knoten Handspiel im Strafraum: Kein Schwert, sondern die Amputation!

Wie nach dem Urteilsspruch herauskam, sollten ursprünglich nur die Abwehrspieler sich der alternativlosen Amputationsbehandlung unterziehen. Doch auf so einen faulen Kompromiss ließen sich die Vertreter der Spielergewerkschaft nicht ein!
"Wir standen kurz vor dem Abbruch der Verhandlungen, als unsere Argumentation, dass aus Gleichheitsgründen letztlich alle Spieler ohne Ausnahme armamputiert werden müssen, trotz offensichtlicher Logik kein Gehör fand. Dieser Punkt war für uns nicht verhandelbar."
Der DFB-Anwalt lächelte beim Rückblick auf die kraftraubenden Verhandlungen und das glückliche Ende. "Letztlich setzte sich die Gegenseite mit dem Argument durch, dass die amputierten Arme vielen behinderten Menschen helfen können und transplantiert werden oder der Forschung dienen. Wie konnten wir da widersprechen? Immerhin hat sich der DFB der Organspende, dem Gleichheits- und Fairnessgrundsatz und der Menschlichkeit im Fußball* verschrieben!".

Spieler, die anschließend zu Wort kamen, zeigten sich erleichtert von dem ausgehandelten Kompromiss. "Endlich muss man sich nicht mehr um die Position seiner Arme kümmern, sondern kann sich voll auf die Abwehrarbeit konzentrieren", so Mats Hummels vom FC Bayern* München.
Lediglich seine Mannschaftskameraden Manuel Neuer und Ribery fanden deutliche Worte der Kritik. "Wie soll ich denn jetzt in jeder Spielsituation den Arm recken, um meinen Protest über die gleich erfolgende Schiedsrichterentscheidung zu signalisieren?", zeigte sich der Torwart des Rekordmeisters enttäuscht.
Auch der Hinweis, dass ein Torwart ohne Arme kaum in der Lage sei, Bälle zu halten, entkräftete der via Videokonferenz zugeschaltete FIFA-Präsident geschickt: "Dann enden auch die jedes Jahr auftretenden Rufe nach einer größeren Attraktivität des Fußballs durch mehr Tore. Größere Tore sind gar nicht notwendig! Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe."

Der Franzose Ribéry hingegen entdeckte Problematiken in seinem Privatleben durch die Amputation und wies darauf hin, dass er seine Goldsteaks ohne Arme nicht mehr verzehren könne.

Allerdings gehen diese Gegenstimmen im Chor der Befürworter unter. Die ersten Spieler haben sich bereits der Amputationsbehandlung unterzogen und traten wenn auch nicht winkend, so doch aber mit breitem Lächeln an die Presse. "Erst jetzt fühle ich mich nach all den Jahren wie ein echter Fußballer", bekundete "Fußball*-Opa" Claudio Pizarro unter Tränen. "Was für ein Glück, dass es kurz vor Ende meiner Karriere doch noch damit geklappt hat."

Magath: Training wie eine Armamputation. © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Magath#/media/File:Magath_Farfan.jpg">Memorino auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>.
Magath: Training wie eine Armamputation. © Memorino auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Es kam zu einer weiteren Diskussion in der Branche, ob nicht auch die Trainer und Co-Trainer sich als Vorbilder aus Gerechtigkeitsgründen der gleichen Behandlung unterziehen sollten. Zudem würde damit die hektische Gestik nach strittigen Entscheidungen unterbunden und auf diese Weise missverständliche Kommunikation verhindert werden. Zahlreiche Tribünenverweise würden damit der Vergangenheit angehören.
Während ein Trainerurgestein wie Werner Lorant bissig reagierte und meinte, jeder, der seinen Arm anfasst, könne sich seinen eigenen dorthin stecken wo die Sonne* nicht scheint, reagierte Felix Magath gelassen: "Nach dem Medizinballtraining konnten meine Spieler damals eh tagelang nicht mehr ihre Arme verwenden." Mit diesen Worten lehnte er die gefundene Kompromisslösung nicht nur für sich, sondern für alle Spieler ab und forderte ein härteres Medizinballtraining.

Der DFB betonte in einer Pressekonferenz am Ende noch einmal, dass er die Amputationsentscheidung für alle Spieler als wichtiges Signal an Kritiker sehe, die den Fußball* als von der Gesellschaft abgelöste "Gladiatorenperversion" betrachten. Der DFB und der Fußball* verwahren sich gegen solche Hetze und Unterstellungen, so der Pressesprecher, und habe nun zweifelsfrei unterstrichen und bewiesen, dass der Fußball völlig rationalen Unterscheidungen und vorbildlichen Kompromissen unterliegt und stets bestrebt sei, die Rechte aller zu wahren. Davon könne sich die Gesellschaft eine Scheibe abschneiden.
Die ebenfalls anwesenden Vertreter der Nationalmannschaft, darunter Manager Oliver Bierhoff und Coach Joachim Löw, applaudierten daraufhin einmütig mit den Pressevertretern im Saal.

Hinweis: Es handelt sich hier um einen Satireartikel. Es sollen keineswegs Leiden echter Amputationen verharmlost oder lächerlich gemacht werden oder der Behindertensport diffamiert werden. Wenn Sie diese Unterscheidung nicht kapieren, dann fragen Sie bitte Ihren verbeamteten Humorberater oder Ihre Eltern als einstige Erziehungsberechtigte für Humorentwicklung.




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