Island-Vulkan Bardarbunga vor Ausbruch?

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Erster Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island im Jahre 2010
Erster Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island im Jahre 2010; © wikimedia commons.org, Lizenz: CC By 3.0.

Isländische Behörden haben nach auffälligen Anzeichen vor einem möglichen Ausbruch des Vulkans Bárðarbunga gewarnt. Bereits seit dem 16. August seien seismische Aktivitäten festgestellt worden.

Der Vulkan liegt im Vatnajökull National Park und somit entfernt von größeren Siedlungen. Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit von Ausbrüchen dieses Vulkans auf alle 250 bis 600 Jahre ein.

Erinnerungen an den Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010

Wir erinnern uns: Im März und April 2010 war der Vulkan Eyjafjallajökull in Island ausgebrochen. Die Medien wurden nicht müssig, von den Auswirkungen auf den Flugverkehr zu schreiben und darüber zu lamentieren. Die Situation vor Ort war jedoch weitaus beängstigender und auch eindrucksvoller. Ein Ausbruch des Grimsvötn im Jahr 2011 veranschaulicht, wie die Situation in Island ausgesehen hat:

Aschewolke beim Ausbruch des Vulkans Grimsvötn in Island im Jahre 2011 (Wikimedia Commons, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en
Aschewolke beim Ausbruch des Vulkans Grimsvötn in Island im Jahre 2011; © Matt Riggott auf Wikimedia Commons; CC BY-SA 2.0.

 Auswirkungen auf unser Klima?

Auch wenn ein Vulkanausbruch spektakulär aussieht und in uns Vorstellungen vom Weltuntergang weckt, so ist die Wirkung auf unser Klima* doch relativ begrenzt. Beim Ausbruch des Eyjafjallajökull im Frühjahr 2010 breitete sich die Aschewolke vor allem in Mitteleuropa aus und führte wohl zu einer Abkühlung der mittleren Temperatur um lediglich 0.5 Grad Celsius.

Ob und inwieweit ein möglicher Ausbruch des Bárðarbunga zu ähnlichen Auswirkungen führen könnte, hängt von der Größe der Eruption und der dabei ausgeworfenen Aschemenge ab. Dies aber ist auch von den Wissenschaftlern derzeit nur schwer abzuschätzen.

Wissenschaftler vermuten zudem einen Einfluss auf das El Niño-Phänomen und gehen davon aus, dass die Aschepartikel in der Atmosphäre zu einer Verstärkung des Klimaphänomens vor der südamerikanischen Westküste führen und somit indirekt ebenfalls Einfluss auf das Wetter* in Mitteleuropa hätten - höchstwahrscheinlich nämlich eine Abkühlung. Ob der Vulkanausbruch im Jahre 2010 auf diese Weise den darauffolgenden Winter strenger hat ausfallen lassen, darüber sind sich Wissenschaftler uneins.




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