Kandidat vollgekotzte Kokosnuss: Sofetenbiker bekämpfen Schnee (Graubünden)

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Die "vollgekotzte Kokosnuss" ist ein Preis, den Kaltwetter.de für den schlimmsten sommerfetischistischsten Artikel oder Aktionen im Jahr verleiht.

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Hitzewellen im Juni führten zu Waldbränden in Portugal mit 70 Todesopfern. Über 30 Waldbrände in den USA, deren Asche sich als „schwarzes Eis“ in Grönland (inzwischen belegt) niederschlägt und die dortige Schmelze durch Albedoreduktion beschleunigt. Hitzewellen in Spanien und Frankreich und in Deutschland der heißeste Juni seit der Naturkatastrophe Sommer 2003 mit damals 70.000 Hitzetoten europaweit. Internationale Meteorologen warnen vor einer globalen Hitzewelle im Juni 2017.

Auch Hunde freuen sich über Winter. Viele Accessoires sind Schwachsinn, aber diese hier sind absolut sinnvoll (Streusalz ist grausam für Hundepfoten! Mantel benötigen nur alte oder kranke Hunde, andere NICHT!) Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.

Sofetisches Heldentum in Graubünden: Abtöten von Schnee

Graubünden ist so ein herrliches Kaltwetterfleckchen. Wenn da nur die Sofeten nicht wären!

Mitten in dieser Welt am Rand des Abgrunds in einigen Jahren oder Jahrzehnten gibt es in Graubünden nun den „Weltschaufeltag“ (Edit 26.11.2019: Der Link existiert inzwischen nicht mehr. Dreimal dürfen Sie raten, warum ...).

Unter der infantil-idiotischen Prämisse haben sich sofetische Mountainbiker „geopfert“, um kostbaren, heiligen Schnee* (den es im Sommer offenbar dort immer noch gibt) zu beseitigen, als handele es sich um Leichen statt um etwas, was in dieser Welt anbetungswürdig und selten geworden ist und dessen Schwund ja auch von den Alpenländern zu recht bejammert wird.

Der „Weltschaufeltag“ wird bald umgewidmet werden müssen, da die globale Treibhausgaskatastrophe zu Dürren führt und man sehr tief wird graben müssen, um noch an Wasser zu gelangen. Solange jedoch okkupieren Sommerfetischisten die Deutungshoheit, indem sie Graubünden zur Welt erklären und indirekt auffordern, weltweit Schnee* zu beseitigen, was die Menschheit im Rahmen eines groß angelegten Selbstmordexperiments ohnehin seit Jahren durchführt und wogegen bis auf Mr. Trump alle Weitsichtigen vorgehen, weil es das Leben unserer Kinder kosten wird.

„Mit der Schneeräumung wird verhindert, dass Schneefelder mit einer «freier Linienwahl» über die Alpwiesen umfahren werden.“

Dieses ethisch einwandfreie Ziel des Geradeausfahrens statt mühsam Schneefelder zu umfahren rechtfertigt natürlich den Mord am kostbaren Schnee* völlig! Zumal der Sinn des Mountainbikefahrens das zeitlose menschliche Ideal des „Fun“ ist, das immer dann in postzivilisatorischen Gesellschaften aufkommt, wenn der Bildungsstandard dramatisch absinkt und die Dekadenz parallel dazu schwindelnde Höhen erreicht.

Wer ist Herbert?

„Lanciert wurde der «Weltschaufeltag» im Jahr 2016 von «Herbert», der Informations- und Buchungsplattform für Mountainbiker. Er basiert auf Freiwilligenarbeit, und der Schnee* wird ausschliesslich aus eigener Kraft ohne maschinelle Hilfsmittel geräumt.“

Herbert (vermutlich).
Herbert (vermutlich).

Eine geldorientierte Sofetenbikerplattform findet hier also naive eingeborene Gutmenschen (oder andere Sofetenbikende Mittäter), die vorbildlich ihre eigene Landschaft verschandeln, damit sommerfetischistische Bikerevents um jeden Preis durchgeführt werden.

Alle Achtung. Auf so eine zynische Idee kommen normalerweise nur unsere Politiker.

Regurgitation

Statt der Laudatio für eine herausragende Leistung nun also die Regurgitation (vom Lateinischen ins Deutsche übernommen und auch synonym verwendet wird gelegentlich die begrifflich breitere Regurgitation, welche allerdings nicht unbedingt zum Austritt der regurgitierten Flüssigkeit aus dem Mund führen muss, sondern bei Einatmen auch zur Aspiration des Erbrochenen führen kann, Quelle: Wikipedia, Stichwort „Erbrechen“).

Der Eventfetischismus als universelle Rechtfertigung für symbolisch himmelschreiende Aktionen statt die Events einfach zu unterlassen ist zwar nichts neues, in der besonderen Kombination der aktuellen klimatischen Lage allerdings einmalig.

Graubünden hat damit nicht nur null Verständnis für die lebensbedrohlichen Problematiken der Klimakatastrophe und die hochgradig gefährdete Zukunft unserer Kinder bekundet, sondern dient in ungewollter, himmelschreiender Sofetensymbolik gleichzeitig als williger Totengräber für immer seltenere Schneekostbarkeiten und pars pro toto für den Untergang der Menschheit in einer klimatischen Globalkatastrophe.

Herzlichen Glückwunsch!

Dieser Artikel besteht zu einem Großteil aus Satire. Sollten Sie mit diesem Humorkonzept nicht vertraut sein, dann fragen Sie Ihren verbeamteten Humorberater oder ihre einstigen Erziehungsberechtigten. Für alle, die mit hochrotem Kopf nun explodieren: Der Weltschaufeltag hat auch Vorteile - es wird dabei beispielsweise Müll beseitigt. 😉




Haben Sie Informationen, Erkenntnisse oder Gefühle beim Lesen mitgenommen? Dann würde ich mich nach dem Nehmen über ein Geben sehr freuen. Danke!