Klimabilanz Juni 2016 (Deutschland): Es regnet Fische!

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Juni 2016 - ein Monat für die (neueren) Geschichtsbücher. Endlich einmal Regen!
Juni 2016 - ein Monat für die (neueren) Geschichtsbücher. Endlich einmal Regen!

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland im ersten Sommermonat (schreckliches Wort!) Juni 2016 veröffentlicht: Deutschlandwetter im Juni 2016.

Mit 1,6 Grad zu warmen Temperaturwerten im Mittel war der Juni 2016 ebenso wie der vorangegangene Mai deutlich zu warm*. Die regionalen Unterschiede jedoch zeigen erneut große Differenzen und trotz der zu hohen Temperaturen aufgrund zweier Hitzewellen war der erste Sommermonat dank vieler Niederschläge und weniger Sonne* als das Mittel erträglich - immerhin darf man nicht vergessen, dass die Temperaturen im Schatten gemessen werden. Aber wo hat man schon Schatten? Sobald die Sonne* am Himmel brüllt, steigt die Temperatur um etwa 7 Grad an, was einmal mehr beweist, dass ein Sommer mit Wolken und Niederschlägen durch diese 7 Grad Unterschied bereits eine Wohltat ist. Und Sofeten können sich auch nicht beschweren, immerhin war der Juni mal wieder zu warm*!

Die Witterung machte allerdings die durch Wolken reduzierte Wärme* trotzdem manches Mal zur Kreislaufqual, denn man kam sich vor wie in einer Waschküche. Die Regenmengen waren regional teilweise so hoch, dass Sofeten davon ausgingen, in Kürze Fischregen zu erleben - denn so feucht wie die Luft war, bestand kaum ein Unterschied zum Meer 😉

Häufiges Bild vor allem in den südlicheren Landesteilen im Juni 2016: Überschwemmte Straße.
Häufiges Bild vor allem in den südlicheren Landesteilen im Juni 2016: Überschwemmte Straße.

Das stimmt natürlich nicht, kennen wir doch die alte Sommerregel: Ohne Regen kein normaler oder "kalter" Sommer (den es seit 1993 bzw. 1986 nicht mehr gibt). Regen war also eine unerlässliche Zutat, um der anormalen Brüllhitze eines Treibhauses entgegenzuwirken. Dass die in der Atmosphäre wütenden Energiemengen durch die Klimakatastrophe zusammentrafen mit einer Großwetterlage unterschiedlicher Luftmassen führte teilweise zu Überschwemmungen, die wir kaum noch gewohnt sind. Vergleicht man jedoch die Unwetter mit früheren Zeiten, so stellt man fest, dass es auch in den 1970er Jahren ebenso häufig oder sogar häufiger Überschwemmungen gab. Die Qualität, also das Ausmaß der Überschwemmungen scheint jedoch zuzunehmen.

Darauf deuten auch die äußerst ungewöhnlichen, dutzenden Tornados, die in der deutschen "Tornado Alley" von Niedersachsen und Schleswig-Holstein Anfang Juni gesichtet wurden. Ob diese schockierenden Bilder nur eine ungewöhnliche Ausnahme waren oder der Auftakt zu einer neuen Zeitenrechnung der Klimakatastrophe, werden erst die nächsten Jahre wirklich zeigen. Siehe dazu: Der Tornadoschock in Deutschland.
Denn einerseits gibt es jedes Jahr in Deutschland ca. 60 Tornados, die meist unbeachtet bleiben. Andererseits ist die massive Häufung im Juni jedoch als solche historisch einmalig und sollte auch als markantes Ereignis eingeordnet werden.

Die teilweise unfassbaren Niederschlagsmengen waren eine meteorologische Skurrilität, bei der warme und kühle Luftmassen aufeinandertrafen und an der Konvergenzlinie extreme Unwetter hervorriefen. Stauregen an (Mittel-)Gebirgen und regionale Besonderheiten (kleine Bäche die durch fehlende Begrenzung zu reißenden Flüssen wurden) waren die weiteren Zutaten für die Bilder des Juni. Überschwemmungsszenarien sah man vor allem von traditionell Münster und Ostwestfalen über die Eifel, Frankfurt am Main und Baden-Württemberg bis hin zu Bayern, während im Norden mehr die Tornados tobten.

Juni 2016: Osthitze, Tornados und Unwetterüberschwemmungen

Die insgesamt vierte Hitzewelle des Jahres (2 im April, 1 im Mai) startete pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn am 05. Juni und dauerte vor allem im Südwesten und Osten bis zum 08. Juni an. Gleichzeitig kam es im Schleswig-Holstein durch das Aufeinandertreffen von kühlen, nördlichen und warmen östlichen Luftmassen zur Entstehung von Tornados. Zeitweise waren mehrere Tornados nebeneinander zu beobachten, was für deutsche Verhältnisse eine echte Hausnummer darstellt!

3. Juni 2016: Die abseits der Hitzewelle typisch komplexe Gemengelage im Juni: Im Norden treffen warme und kalte Luftmassen aufeinander, während in der Mitte und im Süden Deutschlands kleine, aber langlebige Tiefs für Regen sorgen; © Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de.
3. Juni 2016: Die abseits der Hitzewelle typisch komplexe Gemengelage im Juni: Im Norden treffen warme und kalte Luftmassen aufeinander, während in der Mitte und im Süden Deutschlands kleine, aber langlebige Tiefs für Regen sorgen; © Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de.

Das zweite Monatsdrittel sah eine normal temperierte Wetterlage* mit regional vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und in den Mittelgebirgen wie der Eifel auftretenden Überschwemmungen, die uns nach den Klimakatastrophenjahren mit der "Deutschen Sahelzone", also umfassenden Dürren, nahezu unbekannt geworden sind.

Das letzte Monatsdrittel brachte dann zum Leidwesen vieler mit der fünften Hitzewelle des Jahres die unausweichliche Sommerhitze zurück, die dann treibhausgesteigert gleich mal auf 35 Grad hochschoss, bevor sich die Lage nach 4 Tagen wieder beruhigte - auch wenn es weitere Tage bedurfte, um die gräßliche Hitze wieder aus der Wohnung hinaus zu bekommen.

Der Niederschlag war skurril verteilt. Der größte Teil von Deutschland bekam Regen satt, darunter der Raum Münster mit 272% beinahe das Dreifache (!) des Monatsmittels. Eine Linie der Dürre zog sich jedoch von Berlin (86%) über Magdeburg und Erfurt (71%) bis nach Würzburg (74%). Insgesamt ist der Monat deutschlandweit mit 135% als rekordnasser Monat zu betrachten.

Die Sonnenscheinbelastung war mit 81% niedriger als das Mittel und erreicht endlich einmal erfreuliche Negativwerte - geradezu Gold wert im Sommer. Nur die "Dürrelinie" erreicht logischerweise auch hier zu hohe Sonnenwerte und darf bedauert werden.

Die Karten spiegeln einen Monat wieder, der für einen Juni endlich wieder einmal nass und sonnenarm verlief, auch wenn die Temperaturen deutlich zu hoch waren. Da jedoch immer nur wie gesagt die Schattenwerte gemessen werden und nicht die eigentlich lebensnahen Werte in der Sonne*, war die tatsächliche Temperatur des Juni 2016 im Vergleich zu einem "sommerlichen" Juni aufgrund der Wolkenbedeckung und des Regens spürbar niedriger und somit deutlich angenehmer als befürchtet (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den "offiziellen" DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.
Temperaturkarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.

Sonnenbelastungskarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.
Sonnenbelastungskarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.

Niederschlagskarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.
Niederschlagskarte Deutschland Juni 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm.

Der Monat Juni 2016 war in Deutschland 1,6 Grad zu warm

Um einmal das Ganze in Relation zu setzen, schauen wir uns doch einmal die Juni-Werte der letzten Jahre an. Die Mitteltemperatur für Juni beträgt im Mittel 1961-1990 15,4 Grad Celsius und offenbart damit überdeutlich, dass die Zeit der Hitzeleiden unausweichlich begonnen hat und normale Wohlfühltemperaturen von 10 Grad sowieso außerhalb der Reichweite liegen.
Die Abweichungen von dieser Temperatur lauten in einem Vergleich der jüngeren Vergangenheit mit der weiter zurückliegenden Vergangenheit, als die Klimakatastrophe noch nicht die Auswirkungen wie heute hatte:
Juni 2015:  +0,4 Grad
Juni 2014:  +0,7 Grad
Juni 2013:  +0,3 Grad
Juni 2012:  +0,1 Grad
Juni 2011:  +1,1 Grad
Juni 2010:  +0,9 Grad
Juni 2009:  -0,6 Grad
Juni 2008:  +1,5 Grad
Juni 2007:  +2,0 Grad
Juni 2006:  +1,4 Grad
Juni 2005:  +1,0 Grad

Als Vergleich einmal die Jahre 1965-1970:
Juni 1965:  +0,1 Grad
Juni 1966:  +1,5 Grad
Juni 1967:  -0,7 Grad
Juni 1968:  +0,6 Grad
Juni 1969:  -0,6 Grad
Juni 1970:  +1,8 Grad

Die Zahlen im Juni sind im Vergleich zu den Vormonaten erstaunlich, denn ein Daumenabdruck der Klimakatastrophe ist hier so gut wie nicht erkennbar!
Zwar waren die vier Jahre 2005 bis 2008 anormal warm* in einer Phase, wo die Klimakatastrophe deutlich Fahrt aufnahm und es gibt auch nur ein einziges Jahr unter dem Mittel (2009), aber die Werte erreichen keine abstrusen Hitzewerte.
Ausschlaggebend hierfür werden die Klimanomalien der Eisheiligen (beginnend im Mai, können sich bis Anfang Juni erstrecken) und der Schafskälte sein, wenn die für den Juni typischen Wetterlagen den Kaltluftrest der Polregionen nach Europa führen. Möglicherweise verstärken sich diese durch die Klimakatastrophe sogar, da der Jetstream sich abschwächt, dadurch stärker mäandriert und Troglagen begünstigt (auch wenn diese abseits des Juni Deutschland zu umgehen scheinen).
Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagesmaximaltemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 5 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 7 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Wir sehen an den Zahlen vor allem 2 Aspekte:
1. Der Juni beginnt dank Kälteanomalien traditionell gemäßigt und das ist auch in unseren Zeiten so. 

2. Die Klimakatastrophe ist an den Juni-Werten nicht mehr zu erkennen. Die Hitzesteigerung des Sommers begrenzt sich vor allem auf den Monat Juli und etwas schwächer auch auf den August.
Temperaturentwicklung in den jeweiligen Jahreszeiten:

Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.
Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.

Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.
Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.
Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.
Temperaturentwicklung im Herbst* von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.

Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.
Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.

Haben Sie im Sommer auch an ihre Hunde gedacht? Wir können schwitzen über die gesamte Haut, Hunde können nur hecheln ...

(1) Temperaturen im Juni 2016

Zunächst die Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur. Wie im Mai war die Hitze vor allem im Osten und Norden ein unbeliebter Gast (mit Ausnahme dieses Mal von Ostfriesland als traditionellem Eisschrank).
Betrachtet man allerdings die absoluten Zahlen (auf der Temperaturkarten von Bernd Hussing oben in schwarz), dann ist der Unterschied gar nicht so groß. Frankfurt am Main war trotz +0,9 Grad zu warmer Temperaturen mit regionalen 18,0 Grad immer noch deutlichst wärmer als Schleswig mit +2,2 Grad, aber absoluten (kühlen) 16,8 Grad ...
Relativ gesehen erlebte der Raum Magdeburg die höchsten Abweichungen vom regionalen Mittel mit +2,6 Grad. Absolut betrachtet war Berlin mit 19,1 Grad die wärmste Region Deutschlands.

Die Farbcodes (rot = zu warm*, grün = dem Mittel entsprechend max. +0,2 Grad, orange = leicht zu warm*, blau = kälter als das Mittel) geben daher die regionalen Besonderheiten wieder und bestätigen das Gesagte: Auch wenn der Osten und Norden außergewöhnlich warm waren, lag jedes einzelne Bundesland regional betrachtet nach relativen Zahlen deutlich im zu warmen Bereich und ist daher rot gekennzeichnet. Nur das Saarland erreichte regional statistisch lediglich leicht zu warme Temperaturen, alle anderen Bundesländer lagen bei den Temperaturen im Schatten deutlich über dem Mittel 1961-1990 und sind daher rot gekennzeichnet.

Platz 1: Saarland 16,2 Grad
Platz 2: Bayern 16,3 Grad
Platz 3 und 4: Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 16,4 Grad
Platz 5: Hessen 16,6 Grad

Platz 6: NRW 16,7 Grad
Platz 7: Schleswig-Holstein 17,0 Grad
Platz 8: Thüringen 17,1 Grad
Platz 9: Niedersachsen 17,2 Grad
Platz 10 und 11: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen 17,7 Grad
Platz 12: Sachsen-Anhalt 18,3 Grad
Platz 13: Brandenburg 18,6 Grad

(2) Niederschlag im Juni 2016

Es folgt die Aufstellung der einzelnen Bundesländer mit dem besten Ergebnis, also der größten Menge des köstlichen, lebensspendenden Nass*, an erster Stelle bis hin zu den trockenen Regionen - wobei man zugeben muss, dass es oft zu viel des Guten war. Dennoch war es besser als eine Hitzelage wie letztes Jahr oder 2003 mit hunderten oder gar tausenden Hitzetoten, die letztlich objektiv deutlich gefährlicher ist, auch wenn die Hitzetoten leise und still und nicht medienwirksam bei Unwettern sterben und entsprechend in skandalöser Weise ignoriert werden.

Da es viele regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des Niederschlagssolls gibt, sind die Länder teilweise auch mit gleichen absoluten Werten unterschiedlich markiert. Grün stellt hierbei das Soll oder einen Regenüberschuss dar, Orange ein mittleres Niederschlagsdefizit und Rot ein deutliches Niederschlagsdefizit, sowie Lila ein extremes Niederschlagsdefizit. Blau habe ich als bisher ungekannten Farbcode hinzugefügt, der deutliche Niederschlagsmengen über dem Mittel kennzeichnet.
Auch wenn der Osten im gefühlten Vergleich mit dem in Wasser schwimmenden Regionen sich als Sahara Deutschland vorkam, so sagen die Zahlen des DWD aus, dass das (im Juni sehr geringe, trockene Mittel) überstiegen wurde. Die Zahlen von Bernd Hussing (siehe oben) bestätigen hingegen eher den Eindruck von einem deutlich zu trockenen Juni auf der dargestellten "Dürrelinie" - der Unterschied könnte daher rühren, dass der DWD leider das "Klimakatastrophenmittel" 1981-2010 beim Niederschlag verwendet.

Platz 1 bis 3: Baden-Württemberg, Saarland und NRW 150 l/m2
Platz 4: Rheinland-Pfalz 145 l/m2
Platz 5: Bayern 130 l/m2
Platz 6 und 7: Hessen und Niedersachsen 110 l/m2
Platz 8: Schleswig-Holstein 105 l/m2
Platz 9: Sachsen 95 l/m2
Platz 10 und 11: Thüringen und Brandenburg 80 l/m2
Platz 12: Sachsen-Anhalt 70 l/m2
Platz 13: Mecklenburg-Vorpommern 65 l/m2

(3) Sonnenscheinbelastung im Juni 2016

Insgesamt notiert der DWD im bundesweiten Mittel erfreuliche 181 statt übliche 198 Sonnenstunden und damit 91% des Solls - immer noch viel zu viel. Erträgliche 30-50 Sonnenstunden werden wir erst im Winter wieder erleben und gottlob wird auch die Klimakatastrophe dies nicht verhindern.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (grün = weniger Sonnenstunden als das Mittel, orange = Sonnenstunden etwa im Mittel, rot = mehr Sonnenstunden als das Mittel):

Platz 1: Saarland mit 130 Stunden
Platz 2: Rheinland-Pfalz mit 145 Stunden
Platz 3: NRW mit 155 Stunden
Platz 4: Hessen mit 160 Stunden
Platz 5: Baden-Württemberg mit 165 Stunden
Platz 6: Bayern mit 175 Stunden
Platz 7: Niedersachsen 185
Platz 8: Thüringen mit 195 Stunden
Platz 9: Schleswig-Holstein mit 205 Stunden
Platz 10: Sachsen mit 220 Stunden

Platz 11 und 12: Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit 245 Stunden
Platz 13: Brandenburg mit 250 Stunden

Bilder eines Monats für Extremwetterliebhaber

Der Juni 2016 lieferte spektakuläre Bilder für Extremwetterfreaks. Im Norden kam es zu Tornadosichtungen, die in der Menge in Deutschland bisher einzigartig waren. Teilweise wurden sogar mehrere Tornados parallel nebeneinander beobachtet.

Weitere Video der Tornados im Artikel "Der Tornadoschock in Deutschland" mit samt Stellungnahme zur These, ob dies ein Zeichen der Klimakatastrophe ist oder nicht.

Unglaubliche, nahezu apokalyptische Bilder hat ein Pressefotograf, der in seinem Haus von den Wassermassen eingeschlossen war, von Simbach am Inn geliefert:

Auch Frankfurt am Main wurde in Mitleidenschaft gezogen:

Und in Münster zeigte ein Minuten langes Wetterleuchten mit tausenden Blitzen, wie viel Energie in der Atmosphäre steckte:

Ob all diese Extreme nicht nur, aber auch eine Folge der Klimakatastrophe sind durch die Steigerung des Energiepotentials in der Atmosphäre (je wärmer, desto mehr Energie steht zur Verfügung), wird man wohl erst beurteilen können, wenn in den nächsten sagen wir einmal 10 Jahren sich solche Szenarien wie von Ende Mai bis Ende Juni 2016 regelmäßig wiederholen.
So lange wird man allerdings mit Schutzmaßnahmen nicht warten können. Sowohl für Hitzekatastrophen wird man ebenso wie mit Überflutungen und Tornados die deutsche Baulandschaft umgestalten müssen mit Klimaanlagen, weiß reflektierenden Oberflächen, Krankenhausklimazimmern bzw. Staudämmen, effizienteren Abflussmechanismen, Renaturierungen von begradigten Flüssen und vielen weiteren Maßnahmen die nahezu die gesamte Fläche Deutschland betreffen. Immerhin kann man konstatieren, dass im Gegensatz zu den USA die Bausubstanz deutscher Häuser noch recht solide ist. Gegen einen Tornado der Stärke F3 und F4 genügt das allerdings auch nicht mehr wirklich.




Haben Sie Informationen, Erkenntnisse oder Gefühle beim Lesen mitgenommen? Dann würde ich mich nach dem Nehmen über ein Geben sehr freuen. Danke!