Der Krimi der Eisschmelze in Grönland

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Wie ein Krimi: Die Eisschmelze 2019 in Grönland.
Wie ein Krimi: Die Eisschmelze 2019 in Grönland.

Ein Krimi ist gemeinhin eine fiktive Kriminalgeschichte rund um die Spurensuche nach Täter und Motiv. Und im zentralen Handlungsgeschehen erfolgt ein abscheulicher Mord.
Auch in Grönland kommt es derzeit zu einem Mord!
Schlimmer noch: Er ist nicht fiktiv, sondern Teil unserer erlebten Wirklichkeit. Und das macht ihn noch abscheulicher. Das fließende Blut ist unübersehbar:

Der Tatverlauf und seine Folgen

Dass Grönlands Eismassen schmelzen ist keine Neuigkeit. Es wäre nicht einmal in klimanormalen Zeiten eine Nachricht wert, denn von April bis September ist die Eisschmelze in Grönland völlig normal.
Allerdings führt die Klimakatastrophe in Form der globalen Erwärmung dazu, dass diese Schmelze in ihrem Ausmaß und ihrer Dauer ansteigt - nicht langsam, aber auch nicht schnell, sondern in irrwitzigen Sprüngen, die früher niemand für möglich gehalten hätte. Dieses "früher nicht für möglich gehalten" ist Teil der Selbstzensur einer Wissenschaft, die aus Angst um den persönlichen Ruf und aufgrund der Unfähigkeit, mit dem Tempo der Klimakatastrophe erkenntnistheoretisch Schritt zu halten, statt einer realistischen Einschätzung immer mehr "konservative" und damit völlig unrealistische, weil deutlich zu harmlose Prognosen kommuniziert. Aber dieser Aspekt ist ein anderes Thema.

Bisher war das Jahr 2012 der unerhörte Schauplatz eines bestialischen Mordes an Grönlands Eispanzer. Die weit über jegliche Normalität hinausreichenden Schmelzraten sprechen eine deutliche Sprache (in Orange):

Eisschmelze in Grönland, Jahre 2012 und 2019 im Vergleich (Bis 09.08.2019). © <a target="_blank" href="http://nsidc.org/greenland-today/" rel="noopener noreferrer">NSIDC, University of Colorado Boulder</a>.
Eisschmelze in Grönland, Jahre 2012 und 2019 im Vergleich (Bis 09.08.2019). © NSIDC, University of Colorado Boulder.

Was sehen wir hier genau?
Angegeben ist der räumliche, also zweidimensionale Verlauf der Eisschmelze und damit wieviel Quadratkilometer der Fläche Grönlands schmolz. Nicht erfasst wird hier die qualitative Stärke der Schmelze. Ob es 1 Grad oder 20 Grad waren: Beides zählt als Schmelze. Die "interquartile" und "interdecile Range" stellen vereinfacht gesagt die größten statistischen Streuungen dar, die als "normal" gelten können.
Wie man sieht waren die Abweichungen nach oben unglaublich hoch, sodass umgerechnet zum Spitzenwert 90% der gesamten Fläche Grönlands von Eisschmelze betroffen waren.

Wie sah das ganze bisher im aktuellen Jahr 2019 aus (in Blau)?
Ähnlichkeiten sind offensichtlich. Insgesamt erreichen die Werte nicht ganz die Rekordzahlen aus 2012, sind aber nicht sehr weit davon entfernt, nachdem man in den Jahren dazwischen mehr oder weniger nur "normal" zu hohe Eisschmelzraten registriert hatte.

Insgesamt sind die Mordmesserspitzen der Eisschmelzbereiche alarmierend. Doch sie sagen noch nichts darüber aus, wie tief die Klingen eindrangen: Wie viel Eis schmolz eigentlich, wenn man die dritte Dimension hinzunimmt und von der Fläche zum Volumen kommt? Hier sollte man einmal, auch wenn der direkte Blick auf einen solchen Mord Herz und Seele schmerzt, einmal innehalten und sich genau die Grafik vergegenwärtigen in Inhalt und Bedeutung:

Eismassenverlust (und -gewinn) Grönlands in Bezug zum Mittel 1981-2010 nach ausgewählten Jahren. © <a target="_blank" href="http://nsidc.org/greenland-today/">X. Fettweis, Université of Liège, Belgium/MAR regional climate model</a>.
Eismassenverlust (und -gewinn) Grönlands in Bezug zum Mittel 1981-2010 nach ausgewählten Jahren. © X. Fettweis, Université of Liège, Belgium/MAR regional climate model.

Dargestellt ist der kumulative Eismassenverlust bzw- gewinn im Laufe der Monate der dargestellten Jahre. Wir sehen, dass die Mordjahre 2012 und 2019 mit nahezu 300 Gigatonnen, also 300 Mrd. Tonnen Verlust an Eis an der Spitze des Abschlachtens liegen.

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Bedeutet das nun, dass im aktuellen Jahr und ebenso im Jahr 2012 etwa 300 Mrd. Tonnen Eis geschmolzen sind? Nein. Der Teufel liegt im Detail: Die Grafik zeigt nämlich nicht die absoluten Mengen, sondern die ABWEICHUNGEN vom Mittel 1981-2010. Wir lesen auf der Wikipedia-Seite, dass in diesem Zeitrahmen eine Schmelze von etwa 200 Mrd. Tonnen pro Jahr "normal" war. Folglich müssen wir diese Summe als Null-Linie annehmen und auf die dargestellten Mengen addieren. Aus den 300 Mrd. Tonnen werden nun 500 Mrd. Tonnen geschmolzener Eismassen. Wenn man hinzufügt, dass erst aus 10 Metern Schnee* etwa 1,10 Meter Eis werden durch Komprimierung, dann ahnt man, welche (Süß-)Wassermengen sich in Grönland in zehntausenden Jahren angesammelt haben, nun schmelzen und als Zeichen eines Mordes abfließen. Das Blut strömt reichlich und führt zum berüchtigten "Kalten Fleck" als "Blutlache" im Atlantik, der durch das Schmelzwasser und dessen Süßwassergehalt den salzbetriebenen Golfstrom schwächt.
Trotzdem: Wie stellt man sich 500 Mrd. Tonnen Wasser vor? Es ist im Grunde die Summe von 10 Bodenseen, denn der Bodensee beinhaltet etwa 48 Mrd. Tonnen Wasser ...

Der Täter und das Motiv

Nach diesen Zahlen, die einen schier erschlagen, stellt sich die Frage: Warum in aller Welt schmilzt plötzlich Grönland weg?
Dass die Schmelze nicht annähernd im Winter mehr aufgeholt wird, dürfte klar sein: Die Arktis selbst ist immer eisfreier (vor allem an altem, solidem Eis) und das hat zur Folge, dass statt Kältehochs Stürme sogar im Winter milde Luftmassen bis zum Nordpol transportieren und in den letzten Jahren in jedem Jahr zeitweise zu Plusgraden in der Arktis geführt haben - mitten im arktischen Winter!

Doch wer ist der Täter im Sommer der Nordhemisphäre?
Natürlich ist es der Serientriebtäter, die Klimakatastrophe! Die Nachweise treten für jeden offenkundig zutage - der Mörder Grönlands hat sich keine Mühe gemacht, seine Spuren zu verwischen.

Darstellung von Rossbywellen des Jetstreams (und Polarwirbels im Winter).
Oben: Darstellung von Rossbywellen des Jetstreams (und Polarwirbels im Winter). Unten: Dies wäre eine "normale" Situation in früheren Klimazeiten.

Die Treibhausgase haben dazu geführt, dass sich die Bodentemperaturen erhöht haben. In der Arktis durch die sog. "Arktische Amplifikation" sogar bis zu sechs mal stärker als in den mittleren Breiten. Dadurch ist die Temperaturdifferenz (Gradient) von großer Kälte in der Arktis zu gemäßigten Temperaturen in unseren mittleren Breiten gesunken. Dieser einst große Gradient aber ist ein Motor und zwar für den Jetstream, das Höhenband starker Winde in etwa 8-12 km Höhe. Wenn diesem Jetstream als Wettergenerator der Saft ausgeht durch fehlende Temperaturdifferenzen, dann reagiert er wie ein langsamer werdender Kinderkreisel: Er eiert. Dieses "Eiern" erfolgt in Form von Beulen, die der Jetstream plötzlich ausbildet, "Rossbywellen" genannt.

Je schlimmer die Klimakatastrophe sprich globale Erwärmung, desto langsamer wird der Jetstream, desto mehr Rossbywellen entwickeln sich. Das aber hat Auswirkungen auf das Wetter* am Boden: In den Beulen werden Troglagen transportiert, die Tiefdruckgebiete weit nach Süden befördern und damit Regenmengen. Zwischen den "Beulen" aber befinden sich Hochdruckgebiete, da von Süden gegen den Uhrzeigersinn heiße, tropische Luft nach Norden transportiert wird. Damit haben wir die Erklärung nicht nur für die Hitzewellen, sondern auch im Winter für die Eiseskälte in den USA, die oft aus geografischen Gründen mitten in einem Rossbywellentrog mit polaren Luftmassen liegen. Deutschland hingegen hat das Pech, dass die Rossbywellen durch den Kalten Fleck im Atlantik (der seine Ursache in der immer stärkeren Schmelze Grönlands hat) fast ausschließlich auf dem Atlantik landen und wir uns in der Südanströmung östlich dahinter befinden - eine Kausalität, die ich bereits 2015 erklärt hatte: Der Golfstrom schwächelt und Deutschland versinkt deswegen in Hitze? und die Prof. Rahmstorf vollauf bestätigte: Stärkere Belege für ein schwächeres Golfstromsystem.

Jetstream im Mai 2017 mit hochgradig gestörtem Verhalten aufgrund Verlangsamung durch fehlenden Temperaturkontrast zu den mittleren Breiten. Das Muster aus gleich 5 Rossbywellen gleichzeitig führt zur Resonanz (Unbeweglichkeit) des Jetstreams, wodurch sich bestehende Wetterlagen (Tief = Überschwemmungen, Hoch = Dürre und Hitze) immer weiter verstärken. © Meteociel.fr.
Jetstream im Mai 2017 mit hochgradig gestörtem Verhalten aufgrund Verlangsamung durch fehlenden Temperaturkontrast zu den mittleren Breiten. Das Muster aus gleich 5 Rossbywellen gleichzeitig führt zur Resonanz (Unbeweglichkeit) des Jetstreams, wodurch sich bestehende Wetterlagen (Tief = Überschwemmungen, Hoch = Dürre und Hitze) immer weiter verstärken. © Meteociel.fr.

Diese Rossbywellensymptomatik ist aber nicht das einzige. Kommt es zu einem Muster von 5 oder Rossbywellen gleichzeitig im Jetstream, dann wird dieser resonant, also unbeweglich. Wo sich der Jetstream normalerweise stetig weiterbewegt und bei uns für Westdriftkühle sorgt, beult er nun nicht nur aus, sondern bleibt stehen! Das sind die sog. Omegalagen oder Omegablockaden, wenn ein Hoch (zwischen zwei Rossbywellen) flankiert wird von zwei Tiefs in den Rossbywellen. Die jeweiligen Wettersituationen (Hitze in den Hochs, Regen in den Tiefs) steigern sich unveränderlich immer weiter hoch zu Hitzewellen und Dürren bzw. Überschwemmungen. Ein Artikel samt sehr gut verständlichem Video erläutert ausführlich diese Kausalitäten: Klima, Unwetter und Wellenphysik (Spektrum).

Auch wir hatten wieder Hitzewellen, die logischerweise jedes Jahr schlimmer werden mit den zunehmenden Treibhausgasen und damit auch den immer stärker ausufernden, beschriebenen Folgen der Jetstreamveränderungen. Diese über Europa aufgebaute Hitze wurde, als sich die Rossbywelle im Jetstreams endlich auflöste, weitertransportiert - und zwar nach Norden in die Arktis und nach Grönland!

Animation der Wetterkarten Ende Juli 2019, die veranschaulichen, wie die Aufwölbung mit Omegaähnlichem, aber nur kurzen Charakteristika sich abtrennt und die massive Schmelze in Grönland auslöst. © der zugrundeliegenden Wetterkarten: <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de">Wetterzentrale.de</a>.
Animation der Wetterkarten Ende Juli 2019, die veranschaulichen, wie die Aufwölbung mit omegaähnlichen, aber nur kurzen Charakteristika sich abtrennt und die massive Schmelze in Grönland auslöst. © der zugrundeliegenden Wetterkarten: Wetterzentrale.de.

Mit anderen Worten: Die von mir 2015 prognostizierte 40-Grad-Hitze im Sommer, die damals niemand glauben wollte (Rekord 2019 in Lingen mit 42,6 Grad im Schatten) führte zu ebenso für Grönland unmöglichen regionalen 22 Grad. Und diese immer stärker steigenden Temperaturen erklären auch, warum die Eisschmelze 2019 im Volumen ebenso hoch war wie 2012, obwohl die reine zweidimensionale Fläche bei der 2012er Schmelze sogar deutlich größer war.

Der Mörder Grönlands ist somit also ein alter Bekannter. Es ist nicht "Die Klimakatastrophe", denn diese ist nur die Tatwaffe. Derjenige, der sie in der Hand hält und ausführt, ist der Mensch mit seinen völlig irrwitzigen Emissionen von Treibhausgasen. Mit diesen pusten wir in der schnellsten geologischen Emission aller Zeiten die in Kohlenstoff gespeicherte Sonnenenergie aus hunderte Millionen Jahren in 200 Jahren in unsere dünne Atmosphäre ...

Es ist davon auszugehen, dass angesichts der himmelschreienden Dummheit des Menschen dieser nicht den Irrsinn seiner Tat einsieht, sondern das ganze zu einem Raubmord aus niederträchtigen Beweggründen ausweitet - spätestens dann, wenn das Eis Grönlands (und natürlich auch der Antarktis auf der Südhalbkugel) schmilzt und bisher vom Eis geschützte "Bodenschätze" (sprich noch mehr Kohlenstoff in Form von Kohle, Gas und Öl) den gierigen Händen der Menschheit ausgeliefert sind, damit diese sich noch schneller in den Treibhausgasabgrund rammen kann.

Wird die Einzeltat zum Massenmord?

Die beiden Rekordschmelzen Grönlands von 2012 und 2019 haben Grönland bereits zwei Mal gemeuchelt. Aber wird die Einzeltat durch die nach wie vor ansteigenden Treibhausgasemissionen der Menschheit mit den Jahren allmählich zu einer Art Massenmord?
Wie lange dauert es eigentlich, bis das Eis Grönlands komplett vernichtet ist (und damit auch ein stabiles Klima* auf der Nordhemisphäre)?

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Vom Gefühl menschlicher Vorstellungen und angesichts der mörderischen Nachrichten müsste es ja bald soweit sein.
Aber weit gefehlt! Strengen wir doch einmal selbst unser Gehirn an, ohne uns auf diverse Berechnungen anderer zu verlassen.

Dazu gehen wir einmal davon aus, dass pro Jahr 350 Mrd. Tonnen Eis in Grönland schmelzen (den Zugewinn an Schnee* im Winter lassen wir als nur marginale Korrekturzahl außen vor). Wahrscheinlich werden es mehr sein, da die Schmelzrate logischerweise immer mehr ansteigt und sich eine lineare oder mit dem Fall von Kipppunkten sogar exponentielle Verlaufslinie ergäbe. So "überraschte" beispielsweise "Schwarzes Eis" in Grönland mit einer drastisch reduzierten Albedo-Rückstrahlrate des Sonnenlichts einmal mehr die träge Wissenschaft, die die Schmelzratenprognosen erhöhen musste. Die für "Schwarzes Eis" ursächlichen Waldbrände, in der Arktis nichts neues, aber sehr wohl in Grönland, nehmen immer mehr zu.

Wie viel Tonnen Eis besitzt eigentlich Grönland?
Das dürfte eine Überraschung sein für die meisten. Es handelt sich nämlich um sage und schreibe 2,67 Millionen Gigatonnen, also 2,67 Millionen x 1 Milliarde Tonnen oder anders geschrieben 2,67×1018 kg.
Nach Adam Riese teilen wir nun die 2,67 Millionen Gigatonnen durch die jährliche Schmelzrate von 350 Gigatonnen (350 Mrd. Tonnen). Das ergibt (aufgerundet) 7629 und entspräche den Jahren, bis Grönland komplett eisfrei wäre.


Der Politiker Erik Solheim bekundet 12 Milliarden Tonnen Eisschmelze innerhalb von nur 24 Stunden in Grönland und zeigt die Folgen.

Das Ganze ist natürlich nur ein einfaches Gedankenexperiment. Wissenschaftler sprechen momentan von 20.000 Jahren, bis Grönland eisfrei sei, ich gehe von Kipppunkten und damit gewaltigen Sprüngen im Klima* aus und liege sicher nicht falsch, wenn es nicht 7629 Jahre dauern wird, bis Grönland eisfrei wird. Üblicherweise dauert so etwas aber auf "natürliche" Weise hunderttausende bis Millionen Jahre ...

Dass wir in unseren Lebzeiten Grönland komplett eisfrei sehen, ist also überraschenderweise völlig ausgeschlossen! Allerdings wäre selbst die Eisfreiheit der Hälfte Grönlands und hier vor allem des südlichen Teils der Insel nicht nur katastrophal für den Anstieg des Meeresspiegels (etwa 3 Meter), sondern auch als Wegfall einer der Stabilisierungspfeiler eines stabilen Klimas auf der Nordhemisphäre.
Und bei der Hälfte Grönlands wären wir nun schon bei 7629 Jahren geteilt durch 2, also grob 3800 Jahren. Wenn wir nun noch eigendynamische Effekte berücksichtigen, denn ein Schneehaufen im Winter schmilzt bei Tauwetter ja auch nicht linear gleich schnell, sondern dynamisch und wird immer schneller kleiner, dann liegen wir bei möglicherweise 1000 Jahren? Oder bei 500 Jahren? Und dann wird es so langsam unheimlich.

Gibt es einen Haftbefehl?

Leider gibt es in diesem Grönland-Krimi kein Happy End. Es sei denn, Sie glauben an postmortal erscheinende omnipotente Entitäten (gemeinhin als "Gott" bezeichnet) mit Verfügungsgewalt über eine Hölle für die Menschenseelen.

Es scheint auf den ersten Blick beinahe so, als ginge der ruchlose Täter straffrei aus. Doch auch wenn es oft so scheint, als gäbe es keine Gerechtigkeit, so sorgt die Prädetermination des Täters selbst dafür: Gefangen in ihren Neurosen und evolutionären Psychosen wird die Menschheit immer weiter machen und sich nicht ändern. Als Folge wird sie sich selbst stärker bestrafen als ein Richter es im entferntesten sich ausdenken könnte: Mit Bergen von Leichen, endlosen Qualen, Kriegen, Anarchie und Terror. Es gibt nicht eine einzige Ausnahme von dieser Regel in tausenden Jahren Geschichte.

Oder erleben wir die erstmalige Geburt einer neuen Menschheit in der Epoche aller Epochen, der Gezeitenwende, deren Zeitzeugen wir alle ungewollt sind? Bekennt sich der Mörder zu seinen Schandtaten, bereut er dann auch noch und wird er nach der Buße aus immer noch vielen Millionen Opfern sich selbst befreien und als Spezies des Universums sich resozialisieren?
Das werden wir nicht mehr erleben, doch die Anfänge unseres Endes oder unserer Wiedergeburt werden wir sicher noch erkennen.




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