Perseus lädt zum Wunschkonzert

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"Haupt der Medusa" von Peter Paul Rubens, etwa 1617.

Heute Nacht* ist es wieder soweit und die Erde kreuzt die Bahn, auf der sich die Reste des Kometen 109P/Swift-Tuttle befinden. Dies resultiert in einer wahren Orgie von "Sternschnuppen", also Meteoren, die den Himmel überziehen werden.

Was hat Perseus mit Medusa vor?

Der aus Sicht eines Beobachters vermeintliche Ursprung des Meteorschauers liegt im Sternbild Perseus, woraus sich der Name "Perseiden" für die Sternschnuppenschauer ableitet. Während es allgemeiner Brauch ist, sich bei Erblicken einer Sternschnuppe etwas zu wünschen, das angeblich in Erfüllung gehen soll, gefällt mir ein eigener Gedanke weit besser: Dass die Meteore das Blitzen von Perseus Schwert und dem schützenden Spiegelschild der Pallas Athene darstellen. Nach der berühmten griechischen Legende schlug nämlich der Sohn des Zeus der furchtbaren Medusa den Kopf ab und schützte sich vor dem versteinernden Blick der Gorgonenkreatur mit dem Spiegelschild - ein Szenario, wie es ein Herr der Ringe-Fantasyfilm* nicht besser hätte komponieren können!
Wie wäre es also, wenn Sie dieses Mal nicht selbstsüchtig und hektisch in den Nachthimmel starren, um die Erfüllung unbedeutender Wünsche zu erhoffen, sondern lieber entspannt die Erinnerung an die griechische Legende bewahren und die Schönheit des Nachthimmels ehren? 😉

Die Wunder des Nachthimmels und ihr Preis

Der Scheitelpunkt des Schwerthiebs des Perseus, sprich der Höhepunkt der Perseiden, wird zwischen 2 und 4 Uhr morgens erwartet. Ein wenig Schlafopferung wird daher unerlässlich sein und welches göttliche Ereignis wäre ohne ein Opfer schon vollkommen? 😉

Wie die Perseiden sich geben, zeigt sehr schön ein moderiertes Video aus dem Jahr 2012:

Viel Vergnügen beim nächtlichen Schauspiel!




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