Die sofetische Legende vom "Katastrophenwinter" 1978/79

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Wir schreiben das Jahr 1979 und den Winter 1978/79.
Ein Wintereinbruch überrascht Norddeutschland und auch die ehemalige DDR. Die Zeitzeugen erinnern sich:
"Das kann man sich nicht vorstellen".
"Man konnte nicht mehr atmen".
"In mir entwickelte sich das Gefühl, das ist Krieg!"
Die Sprecherin brettert im Gnadenlosigkeitston eines Kriegsberichterstatters "In Mitteleuropa gefriert das normale Leben bei 20 Grad unter 0".

Der Ausnahmezustand Winter 1978/79 - aber nur unter Sofeten!

Herzzerreißende Szenen spielen sich ab.

Deutschen Sofeten (was ist das?) gelingt es erstmals seit Jahren nicht mehr, die Wohnung auf dem gleichen 30-Grad-Niveau des Italienurlaubs zu halten. Verzweifelt schichten sie Holzscheite über Holzscheite, bis der Ofen unter dem ungewohnten Hitzedruck explodiert und den Sofeten das finale Ausglühen beschert.

Wenn unverändert: Frei zur eigenen Verwendung, Lizenz: <a target="_blank" href="CC BY-NC-ND 4.0">CC BY-NC-ND 4.0</a>.
Wenn unverändert: Frei zur eigenen Verwendung, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0.

Draußen gleicht die Situation einer postatomaren Apokalypse im Falloutregen. Sofeten in selbstgebastelten Kälteschutzkleidungen aus LKW-Reifen und Paketband verlieren das Gleichgewicht und rollen unkontrolliert über die vereisten Straßen, bis sie sich in Hochgeschwindigkeitsunfällen mit anderen Sofeten treffen. Rein zufällig ergibt die Mischung aus Autoreifen und Menschen das Symbol einer Sonne*. Ergreifend.

Andere Sofeten (wie einer der "Zeitzeugen" im Video oben) scheinen durch den Eiswind zu ersticken, merken aber nicht, dass die zwei bis sechs Schals dafür ursächlich sind, da diese durch die inflationäre Verwendung einen strangulierenden Effekt haben und zudem so luftundurchlässig sind wie eine Betonwand.
In den Augen eines im T-Shirt vorbeischlendernden Stalingrad-Veteranen spiegelt sich die Überlegung, ob der gnadenvolle Tod durch Genickschuss für manchen Sofeten jetzt nicht eine empathische Alternative wäre.

Winterzeit - Kuschelzeit! Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.

Ein Sommer ist so schlimm wie 329 "Katastrophenwinter"

Kommen wir nun von sofetischen Angstfantasien zur historischen Wirklichkeit: Der Winter 1978/79 war für europäische Verhältnisse ein starker Winter (man vermeide das wertende Wort "schwer"!), über den man in Sibirien, Kanada, Grönland, Island und Skandinavien sich totlachen würde.

Das hält die in deutschsofetischer Mentalität gefangenen Medien und Pseudohistoriker natürlich nicht davon ab, sogar esoterische Zahlenspielereien zu betreiben und die "Kältesumme" aller Einzeltage des Winters zu berechnen, indem man die Tagesminimumtemperaturen zusammenrechnet: 258 Kelvin für den Winter 1978/79.
Macht man das gleiche bei den mittlerweile mörderischen Sommern in Sachen Hitzetage, dann käme man auf 3000-4000 Kelvin. Aber an solchen Vergleichen ist der deutsche Sofet natürlich nicht interessiert, weil ihn das aus seiner tropensiffigen Sommersucht reißen könnte.
Selbst die "schockierenden" 258 Grad Kelvin summierter Kältetage werden von einigen Wintern übertroffen, so die Winter 1962/63 (398), 1969/70 (327), 1995/96 (293), 1984/85 (279), 1986/87 (259) sowie vor 1950 die "Kriegswinter" bzw. "Hungerwinter" 1946/47 (506), 1939/40 (504), 1941/42 (425) und 1940/41 (282) - Quelle: Wikipedia.

Hitzetote nur in Brandenburg 1985-2018. Die Zahlen übertreffen Todesopfer durch Kälte um den Faktor mind. 10-30. © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
Hitzetote nur in Brandenburg 1985-2018. Die Zahlen übertreffen Todesopfer durch Kälte um den Faktor mind. 10-30. © Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

"Aber die Toten!", schreit der deutsche Sofet. Ja, die Toten. Bedauerliche Opfer der Kälte. 17 Todesopfer gab es im Winter 1978/79. Auch wenn sich Todeszahlen kaum sinnvoll vergleichen lassen, so sind die etwa 5.600 Hitzetoten IN JEDEM JAHR in Deutschland schlichtweg eine völlig andere Kategorie. Anders ausgedrückt: In jedem deutschen Sommer sterben so viel Menschen an der Hitze wie in 329 Kältewintern, die es in unserer Epoche eh nicht mehr gibt und nie mehr geben wird.

Das gilt übrigens auch global, wie diese Liste zeigt, die Todesopfer von Kälte- und Hitzewellen verzeichnet. Wenn Sie genauer hinsehen, werden sie feststellen, dass die Kälteopfer gar nicht auftauchen, sondern nur unfassbare Mengen von Opfern der Hitze. Warum?
(a) Weil physikalisch es so viel weniger Energie benötigt etwas aufzuheizen als etwas zu kühlen und Hitze daher logischerweise weit gefährlicher ist als Kälte und
(b) weil somit die Todeszahlen der Kältewellen derart gering sind, dass sie auf den ersten dutzenden Plätzen der gesammelten Hitze- und Kälteopfer überhaupt nicht auftauchen.
Im Vergleich dazu die behördlich erfassten Todesopfer von erfrorenen Obdachlosen.

Todesopfer bedeutender Hitze- und Kältewellen von 1900-2016. © Statista.
Todesopfer bedeutender Hitze- und Kältewellen von 1900-2016. © Statista.
Todesopfer von Obdachlosen durch Kälte 2009-2019. © Statista.
Todesopfer von Obdachlosen durch Kälte 2009-2019. © Statista.

Anlässlich der 2. Statistik ein Aufruf: Sicher, in Deutschland hat jeder das Recht auf Sozialhilfe und muss nicht draußen erfrieren, aber die Situation und Psychologie von Obdachlosen ist komplexer als man von außen das versteht.
Wenn Sie im Winter oder auch abseits davon einen Obdachlosen sehen, insbesondere in Parks, und er scheint stark zu leiden, zu erfrieren oder krank zu sein, dann ignorieren Sie nicht diese Situation, sondern sprechen Sie den Mann oder die Frau an. Speichern Sie die Nummer Ihrer örtlichen Obdachlosenhilfe (Stadt, Diakonie, Caritas etc.) in ihr Handy und rufen ggfs. Hilfe. Leider gibt es meines Wissens nach keine bundesweite zentrale Rufnummer (eine Schande!), aber investieren Sie diese Zeit, die passende Ortsnummer herauszufinden - es kann einem Menschen mit einer Seele, einer Vergangenheit das Leben retten!
Dass wir angesichts der Situation im Sommer der Klimakatastrophe bald auch vor einer ähnlichen Situation wie bei Obdachlosen im Winter stehen werden, dazu muss man kein Prophet sein. Wasserspenden, viel mehr Grün, viel mehr kleine Brunnen, stationäre Klimaräume zur Erholung werden unerlässlich sein, um die mörderischen Temperaturen von 50 und bald 60 Grad im Nichtschatten zu überleben.

Die Wahrheit: Winter 1978/79 als Genusswinter!

Zurück zum Winter. Ansonsten war der Winter 1978/79 geprägt von den logischerweise infrastrukturellen Problemen durch den Schnee*. Die DDR traf es naturgemäß schlimmer in der sozialistisch heruntergewirtschafteten Landessituation.

Was sehen wir ansonsten, wenn wir einmal über den Horizont geschichtsverfälschender Katastrophenmeldungen blicken?
Nichtsofeten mit Gehirn und ohne unnatürliche Hitzeperversionssucht, die in Massen dieses Naturwunder eines herrlichen Vollwinters lächelnd und entspannt genießen und ausnutzen:

Winter 1978/79: In Warnemünde bei Rostock genießen Menschen den Ausnahmewinter derweil Sofeten zuhause am "Kältesorg" ersticken ... © Deutsches Bundesarchiv auf commons.wikimedia.org, Bild 183-U0109-0016, Lizenz: CC BY-SA 3.0.
Winter 1978/79: In Warnemünde bei Rostock genießen Menschen den Ausnahmewinter derweil Sofeten zuhause am "Kältesog" ersticken ... © Deutsches Bundesarchiv auf commons.wikimedia.org, Bild 183-U0109-0016, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Der Winter 1978/79 war somit bis auf einige Beschwernisse und vermeidbare tragische Todesopfer ein absoluter Genusswinter!
Was Sofeten und ihre Medien nach Jahrzehnten Selbstkonditionierung der Hitzesucht und Sonnenanbetung aus 6 Tagen (!) echtem Winter machen: Eine Katastrophe, weil die heute 120 Tage unerträglicher, jährlicher Karibikhitze fehlen ...

In der Treibhausgasepoche erfolgt die Werteumkehr!

Es wird in der Epoche einer treibhausgasbrennenden Erde mit Deutschland und Zentraleuropa als weltweit schlimmster Region, die von der Hitze (relativ gesehen, nicht absolut) getroffen wird, allerhöchste Zeit einen Paradigmenwechsel der Mentalitäten umzusetzen: Nicht Sonne* und Dürre sind "Schönwetter", sondern Wolken und/oder Regen! Nicht Hitze muss bejubelt werden (und damit auch die tausenden Hitzetoten nur in Deutschland jedes verdammte Jahr), sondern Kühle! ("Kälte" gibt es ohnehin nicht mehr, allenfalls in den USA als Folge der Jetstreamanomalien aus der Klimakatastrophe).

Winter 1978/79 bei Budjadingen/Niedersachsen: Von Katastrophe nur vereinzelt eine Spur. Dazwischen: Freude über echten Winter. © Sascha Kohlmann auf flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0.
Winter 1978/79 bei Budjadingen/Niedersachsen: Von Katastrophe nur vereinzelt eine Spur. Dazwischen: Freude über echten Winter. © Sascha Kohlmann auf flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0.

Dass Kälte und Frieren in unserer Treibhausgsaswelt letztlich nur eingebildete Psychosen von Sofeten sind, die sich lebenslang nicht einmal dem kleinsten Kältereiz aussetzen, sondern sich das Ziel gesetzt haben zu einer wandelnden Dörrpflaume auf zwei Beinen zu werden (innen und außen!), beweist allein dieser Mann: Armin Opherden.

Insofern: Hört nicht auf Sofeten. Betretet nicht ihre brüllheißen 25-Grad-Wohnungen mit dem CO2-Wert einer Schweinefarm. Lest nicht sofetische Wetterboulevardidiotenportale in denen mitten in einer globalen Klimakatastrophe Hitze und Sonne* angebetet werden schlimmer als es römische Heiden mit Sol Invictus je umgesetzt haben.
Sagt "Nein!" wenn der sofetische Smalltalk euch Hitze und Sonne* als suggestiven Imperativ aufdrängt, denn jeder, der heute diesem Schwachsinn applaudiert, der macht sich mitschuldig an der klimatischen Treibhausgaskatastrophe, die unseren Kindern vielleicht das Leben kosten wird. Denn in einer Eiszeit wäre es mit umgekehrten Vorzeichen hinsichtlich Kälte und Wolken ebenso abscheulich, dasjenige zu bejubeln, was zum größten Übel auf diesem Planeten wird. Doch in einer Treibhausgasapokalypse gilt:

Das richtige Motto für die richtige Zeit im 21. Jahrhundert! Wenn unverändert: Frei zur eigenen Verwendung, Lizenz: <a target="_blank" href="CC BY-NC-ND 4.0" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND 4.0</a>.
Das richtige Motto für die richtige Zeit im 21. Jahrhundert! Wenn unverändert: Frei zur eigenen Verwendung, Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0.




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Winterzeit - Duftkerzen- und Teelichterzeit! Sie sehen nichts? Dann: Hinweis.