Sturm-Special: „Mike“ und „Niklas“ sorgen für Wirbel

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Wolkenfront im März 2015 in Ofenhessen.
Wolkenfront im März 2015 in Ofenhessen.

Ein Traumwetter gab es in den letzten Tagen, über das man sich nur verwundert die Augen reiben kann.
Seit Sonntag fegen Sturmtiefs über Deutschland, die es in sich haben. "Mike" war noch vergleichsweise harmlos mit bis zu etwa 120 Stundenkilometern in den Höhenlagen.

Sturmtief "Mike"

Das von Großbritannien über Dänemark bis zur südlichen Ostsee ziehende Tief wurde jedoch von einem Höhentrog und sehr starkem Jetstream verstärkt, wie man auf diesem Bild von meteociel.fr sieht:

Jetstream mit rekordverdächtigen Geschwindigkeiten am 30.03.2015, Sturmtief "Mike", © <a target="_blank" href="http://www.meteociel.fr">Meteociel.fr</a>.
Jetstream mit rekordverdächtigen Geschwindigkeiten am 30.03.2015, Sturmtief "Mike", © Meteociel.fr.

Solche Entwicklungen sind in der Klimakatastrophe selten geworden, da durch die Erwärmung der Arktis die großen Temperaturdifferenzen zu den mittleren Breiten geringer werden und sich beide Gebiete mehr angleichen. Dadurch ist der Jetstream zum einen mehr am "Mäandrieren", d. h. er schwankt in Wellen und ist außerdem schwächer in den Windgeschwindigkeiten, was wiederum Extremwetterereignisse verstärkt, vor allem Hitzewellen.

Sturmtief "Niklas"

Trotz nicht ganz so starkem Höhentrog und Jetstreamwinden erreichte dieses Sturmtief, das in der Nacht* von Montag auf Dienstag begann, unglaubliche 192 km/h in Böen und richtete größere Schäden an.
Hier im hessischen Flachland hielt sich alles stark in Grenzen. Bei Windgeschwindigkeiten um 70 km/h konnte man das typische Frühlingssturmwetter mit Spaziergängen genießen, um ausgiebig das epische Drama am Himmel zu bewundern. Kurze wolkenlose Abschnitte wechselten sich in schneller Folge mit Wolkenschiffen wie Sternenkreuzer, Schattierungen von schwarz über dunkelblau bis strahlendem Weiß, auflösende Wolkenfetzen und alle erdenklichen Wolkenformen in verschiedenen Höhenlagen gleichzeitig. Ein Panorama, das göttlich ist!

Impressionen der Stürme

Aus dem Web zeigt dieses Bild die Ruhe vor dem Sturm:

Heute, am 31.03.2015, fand ich diese seltsame Wolkenformen am Himmel (siehe Bilder unten).
Die charakteristische Form, die an viele Beutel erinnert, die herunterhängen, entlarvt die Wolke als sogenannte "Cumulonimbus mammatus" - um eine Regen- oder Gewitterwolken mit Beutelförmigen Ausbuchtungen. Grund dafür sind Konvektionsvorgänge innerhalb der Wolke. Der Begriff "mammatus" ist lateinischen Ursprungs und bedeutet (weibliche) "Brust", was nicht verwundert angesichts der ungewöhnlichen Form. Auf naheliegende zotige Kommentare verzichte ich dennoch trotz eines Himmels voller Brüste* 😉
Mammatusähnliche Wolken werden in der Zeit der Klimakatastrophe immer häufiger beobachtet, doch hier fehlt mir noch der Nachweis und Belege, warum dies der Fall ist und ob diese Behauptung auch von Wissenschaftlern bestätigt wird. Eindrucksvoll ist der Anblick auf jeden Fall!

Germanische Lobeshymnen an den Sturm

Wie lange wir auf einen solchen Sturm im Frühling warten mussten, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Waren es 5, 7, 10 oder gar 20 Jahre abseits der Küsten? Solche Wetterlagen kenne ich aus meiner Jugend, wenn wir traditionell nach Ostfriesland gefahren sind im Frühling zu Ostern.

Und bevor gleich wieder die Sommerfetischisten lamentieren, wie viele Schäden und Opfer es gab: Hört auf mit dieser Heuchelei! Punktum.
Opfer durch die Gewalten der Natur sind tragisch und bedauernswert. Aber wer beklagt die Hitzetoten im Sommer, die in die hunderte gehen, manchmal sogar in die tausende? Deren Namen will niemand hören, während Sommerfetischistische Idioten ihre Hautkrebstherapie vertiefen!
Außerdem: Wer sich über Sturmstärken beschwert, vergisst oder verdrängt mithin, dass ausschließlich die von den Sommerfetischisten in anmaßender Dummheit beklatschte Klimakatastrophe dafür verantwortlich ist. Wo kommt denn bitteschön die Energie des Sturms her? Aus der Idiotie sommfetischistischer Lämmerhirne könnte man meinen. Aber in diesem Fall ist es die Energie der Atmosphäre und je mehr Wärme* der Planet aufweist, desto gewaltiger sind die Wetterprozesse in der Atmosphäre und über den Ozeanen, in unserem Fall dem Atlantik.

Nein, begrüßen wir dieses Muskelspiel der Natur, lassen uns den Wind durch das Haar wehen und preisen die germanischen Götter. Wer einmal im Sturm steht in der Nacht* und das Brüllen des Windes atmet, der versteht, wie unsere Vorfahren auf die Vermutung kamen, es müsse sich zwangsläufig um Götter handeln, die solche Kräfte entfesseln.
Heute wird das Geschenk eines Sturmes noch erhöht - handelt es sich doch um einen Zauber, der uns die Folgen der Klimakatastrophe für eine kleine Weile vergessen lässt. Wer diese Momente ästhetischer Sturmeswut und Windesbrüllen nicht nutzt, wird sich dereinst ärgern, wenn die Welt in Hitze und Tod versinkt.

Was könnte passender sein zu einem Sturmesbild, wie der Himmel es uns in diesen herrlichen Tagen bietet als die Worte aus der Edda in den Worten des großen John Ronald Reuel Tolkien (Die Legende von Sigurd und Gudrún (2010)*):

Heimdalls Horn
höre ich gellen,
die brennende Brücke
biegt sich von Reitern.
Die Esche ächzt,
ihre Äste zittern,
der Wolf erwacht,
Bewaffnete ziehen.

© <a target="_blank" href="https://www.deviantart.com/jfoliveras">JFoliveras auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" title="Lizenz Creative Commons" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/" rel="noopener">CC BY ND 3.0</a> - KEINE VERÄNDERUNG DES ORIGINALS!
© JFoliveras auf deviantart.com, Lizenz: CC BY ND 3.0 - KEINE VERÄNDERUNG DES ORIGINALS!



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