Toba: Der Supervulkan beunruhigt

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Der Tobasee: Caldera eines Supervulkans, der einst beinahe die Menschheit ausgelöscht hätte.
Der Tobasee: Caldera eines Supervulkans, der einst beinahe die Menschheit ausgelöscht hätte.

Toba.
Ein Wort, das selbst Vulkanologen nicht ohne einen Schauer über die Zunge geht.

Tobasee auf Sumatra, © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Toba_Lake_View.JPG">Mimihitam auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-SA 4.0</a>.
Tobasee auf Sumatra, © Mimihitam auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Rückblick: Vor ca. 72.000 Jahren brach der Vulkan aus. Es handelt sich um einen Supervulkan. Die unfassbare Eruption stürzte die Erde ins Chaos. Die frühe Menschheit wurde beinahe vernichtet und eine Theorie besagt, dass lediglich 1.000 Menschen übrig blieben, bevor sich unsere Population erholte.
Dieser Umstand, dass wir auf so wenige Menschen reduziert wurden, soll erklären, warum wir uns heute alle so ähnlich sehen, denn evolutionärgenetisch betrachtet, müssten wir uns sehr viel deutlicher unterscheiden (ehrlich gesagt, wagt man gar nicht darüber nachzudenken, was das für Folgen hätte, angesichts der Tatsache, dass manchen Idioten es heutzutage bereits genügt, anhand der Hautfarbe diskriminierendes Denken zu entwickeln).

Es dauerte eine Weile, bis Wissenschaftler erkannten, dass der heutige Tobasee auf Sumatra kein See ist, sondern die damals entstandene Caldera des Supervulkans. Nicht verwunderlich, dass es so lange dauerte, denn der See ist 87 km lang und 27 km breit ...
Eine sehr gute und spannende Doku über das Auffinden dieser unglaublichen Fakten möchte ich hier gerne empfehlen:

Erwacht der Supervulkan von neuem?

http://www.vulkane.net/blogmobil/ berichtet, dass die Einwohner des Ortes Balige am Tobasee beunruhigt sind. Der Fußboden* werde immer heißer, sogar in den Häusern mit der Folge, dass man eine unfreiwillige Bodenheizung* habe. Zudem sei Gas zu riechen.

Diese Anzeichen sind durchaus nicht ungewöhnlich für Supervulkane, die wie ein Organismus "atmen" und der Boden senkt sich und hebt sich, wird wärmer und wieder kälter im Rhythmus der Magmakammer tief im Erdreich. Dennoch sind diese Anzeichen nicht ungefährlich und könnten auf eine gefährliche Entwicklung hinweisen.
Denn: Man munkelt auch von Erdbebenschwärmen. Solche Erdbebenschwärme sind einerseits Anzeichen für Magmabewegungen und nichts ungewöhnliches, liegt der Toba schließlich in einer Subduktionszone, wo sich eine Kontinentalplatte unter eine andere bewegt und tausende Erdbeben im Jahr aufgezeichnet werden, ohne dass Jahrtausende etwas geschieht.
Andererseits können massive Erdbeben auch die Magmakammer destabilisieren und Forscher vermuten, dass explosive Vulkaneruptionen in den meisten Fällen von schweren Erdbeben ausgelöst werden.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Ort Balige ein winziges Pünktchen um den riesigen Tobasee ist.
Trotzdem sollte man solche Anzeichen nicht unterschätzen. Falls sich mit dem Toba-Supervulkan etwas ergeben sollte, wird man weitere Anzeichen in steigender Form feststellen. Ansonsten wird sich das ganze wie auch beim Yellowstone nur als normale "Atmung" eines Supervulkans darstellen.
Kaltwetter.de bleibt auf jeden Fall am Ball!

Links zum Thema:
http://www.vulkane.net/vulkanismus/katastrophen/toba.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Tobasee
http://de.wikipedia.org/wiki/Toba-Katastrophentheorie




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