Transferwahnsinn: Umbruch beim HSV

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Er schafft es einfach nicht in die 2. Liga und muss jedes Jahr in die Zeitschleife aus Demütigungen in der 1. Liga: Der HSV.
Er schafft es einfach nicht in die 2. Liga und muss jedes Jahr in die Zeitschleife aus Demütigungen in der 1. Liga: Der HSV.

Der HSV* kleckert nicht, er klotzt - und sortiert alle Stammspieler aus: van der Vaart, und Jansen sind bereits fort, Behrami soll bald folgen und Westermann, Kacar und Ilicevic ebenfalls, möglicherweise auch Rajkovic und Beister, Rudnevs und Zoua.
Vielversprechende Transfers wie jenen von Koc vom SC Paderborn lässt man hingegen auf vielversprechende Weise vorzeitig scheitern.

Dem HSV* ist es ernst. Er will endlich im dritten Anlauf den Sprung in die 2. Liga schaffen.
Vermutlich werden am Beginn der Saison lediglich Spieler der zweiten Mannschaft zur Verfügung stehen, die in der Regionalliga spielen - oder die Fußballerinnen des H(ardegser) SV (siehe unten). Möglicherweise steht ein subtiler Plan hinter dem Transfergeschehen, dass man auch Retter Bruno Labbadia und sein hohes Gehalt loswerden will. Wenn man ihn mit einer Rumpftruppe von 11 Spielern scheitern lässt, kann der inzwischen wieder für den HSV* tätige U23-Trainer Joe Zinnbauer mit der Regionalliga-Mannschaft übernehmen.

Nach dem verpassten Zweitliga-Entrée war die Enttäuschung verständlicherweise groß. "Egal, was wir auch tun, in der 90. Minute klappt es dann mit Hilfe des Schiris doch noch mit dem Klassenerhalt", maulte der Siegtorschütze Diaz, der eigens sich den Ball zum entscheidenden Freistoß geschnappt hatte, weil er sonst nicht einmal die Eckfahne bei einem Torschuss trifft.
Ein Antrag bei der DFL, aufgrund besonderer Umstände in die 2. Liga zu gelangen, damit "eine bessere und professionellere Mannschaft die Chance 1. Liga wahrnehmen kann", wurde zum Entsetzen der Fans abgelehnt.

34 Spiele gilt es nun wieder zu absolvieren - mit demütigenden Niederlagen, katastrophalem Bolzplatzfussball, wöchentlich Häme und Spott vom Gegner und am Ende sogar Mitleid. Das hätte man sich beim HSV* gerne erspart.

Ein Amateurfotograf hat aufgedeckt, dass die Scouts bereits beim Namensvetterklub H(ardegser) SV auf der Suche nach Lizenzspielern und sich auch für Bettelei nicht zu schade waren. Vielleicht schaffen Frauenfußballerinnen, wo Hamburger Männer gescheitert sind (der kleine Hund rechts im Bild gilt übrigens als gefährlicher Verteidiger):

Angesichts Hamburger Versager anbetungswürdig: Die Frauenfußballmannschaft des H(ardegser) SV bei Transferverhandlungen, <a href="https://www.flickr.com/photos/immokoss/5280793339" target="_blank" rel="noopener">!Koss auf flickr.com</a>, Lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-ND 2.0</a>
Angesichts Hamburger Versager anbetungswürdig: Die Frauenfußballmannschaft des H(ardegser) SV bei Transferverhandlungen, !Koss auf flickr.com, Lizenz: CC BY-ND 2.0

Wir wünschen dem HSV* viel Glück und dass er den oft angestrebten, doch nie erreichten Abstiegsplatz endlich eintütet!




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