Vulkanausbruch des Tavurvur in Papua-Neuguinea

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Der Vulkan Tavurvur auf Papua-Neuguinea; Wikimedia Commons, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en
Der Vulkan Tavurvur auf Papua-Neuguinea; © , Lizenz: CC BY 2.0.

Gestern ist der Vulkan Tavurvur in Papua-Neuguinea ausgebrochen. Umliegende Bewohner wurden evakuiert und sogar einige Fluglinien wurden umgeleitet.

Der Vulkan liegt nahe der Stadt Rabaul auf der Insel Neubritannien:

Augenzeugen berichten von Lava und gewaltigen Aschewolken, die der Vulkan ausspeit. Es handelt sich um einen recht aktiven Vulkan, der das letzte Mal erst im Jahr 7. Oktober 2006 ausgebrochen war. Damals wurde eine 18 km hohe Rauch- und Aschesäule emporgeschleudert und die Stadt Rabaul musste an einer anderen Stelle neu errichtet werden.

Die Bilder des aktuellen Ausbruchs anhand eines Amateurvideos sind recht eindrucksvoll, doch noch liegen keine Informationen vor, welcher Stärkegrad dem neuen Ausbruch zuzuordnen ist.

Der Vulkanausbruch und die Auswirkung auf unser Klima

Grundsätzlich haben Vulkanausbrüche einen Einfluss auf unser Klima*.
Zu unterscheiden sind dabei unmittelbare regionale Auswirkungen und die globalen Folgen. Es liegt nahe, dass bei einem Vulkanausbruch die nähere Umgebung einer Abkühlung unterliegt, da die Ascheteilchen der Staubwolke des eruptierenden Vulkans das Sonnenlicht reflektieren - so zuletzt auch in unseren Breiten beim Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahre 2010.

Da der Tavurvur allerdings weitab von uns liegt, kommen lediglich globale Effekte zur Wirkung, die recht niedrig einzuschätzen sind. Bei großen Vulkanausbrüchen wie dem Pinatubo im Jahr 1991 führen die Ascheteilchen und aus Schwefelsäuretröpfchen resultierende Trübungswirkung weltweit bis zu einer Abkühlung von 0,3 Grad im Jahresmittel (Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie), doch der Ausbruch des Tavurvur dürfte bei weitem nicht in eine entsprechende Kategorie fallen.

Ein simpler Vergleich hilft: Beim letzten Ausbruch des Tavurvur im Oktober 2006 folgte in Deutschland ein Horrorwinter, der so milde Temperaturen brachte, dass man gemeinhin von einem "Mittelmeerwinter" sprach. Diesbezügliche Hoffnungen, dass ein Vulkanausbruch uns zu einem herrlich kräftigen Winter verhilft, könnte dann eher der erwartete Ausbruch des Bardarbunga erfüllen. Noch ist dieser allerdings nur mäßig aktiv.